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Wie viel Wald würde es geben, wenn man keine Bäume mehr fällen würde?

Bever 1913 und 2005
Diese zwei Bilder zeigen den gleichen Wald (bei Bever, im Engadin), oben im Jahr 1913 und unten 2005.
Fotos: H. Knuchel/Bildarchiv WSL (oben), Simon Speich/WSL (unten)

Wächst heute der Wald nur da, wo es Wald geben kann, oder könnte er sich noch weiter ausdehnen? Hätte es in allen Regionen gleich viel Platz für mehr Wald?

Heute sind 31% der Landesfläche der Schweiz bewaldet (12'800 km2). Theoretisch könnte aber auf 74% (30'700 km2) der Landesfläche Wald gedeihen. Die restlichen 26% des Landes sind Gebiete oberhalb der natürlichen Waldgrenze sowie Gewässer. Siedlungen und Strassen. Diese liegen fast überall an Orten, die der Wald im Verlauf von Jahrtausenden zurück erobern könnte, sind also in den 74% eingeschlossen.

Das heisst, nach sehr langer Zeit ohne jeglichen menschlichen Einfluss könnte die Waldfläche mehr als doppelt so gross sein wie heute. 

Auf der Alpensüdseite sind bereits 69% des waldfähigen Areales bewaldet, im Mittelland sind es dagegen nur 27%.

Die Waldfläche wird grösser

Die Waldfläche nimmt in der Schweiz seit über 150 Jahren kontinuierlich zu. Alleine seit dem zweiten Landesforstinventar LFI2, das von 1993 bis 1995 stattfand, hat sich das Waldareal in nur 11 Jahren um fast 600 km2 ausgedehnt. Das entspricht fast der Fläche des Kantons Glarus.

Der Wald nimmt vor allem im Alpenraum und auf der Alpensüdseite zu, meist dort, wo sich die Landwirtschaft nicht mehr lohnt. Im Mittelland gibt es praktisch keine neuen Waldflächen.

An der WSL...

... erfasst der Schweizerische Landesforstinventar (LFI) den Zustand und die Veränderungen des Schweizer Waldes. Die Erstaufnahme wurde 1983–85 durchgeführt, die zweite Aufnahme 1993–95 und die dritte Inventur erfolgte 2004–2006. Von 2009 bis 2017 wird die kontinuierliche Erhebung zum vierten LFI laufen.

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