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Naturschutz und historische ÖkologieWir untersuchen die Ursachen und Folgen von Landschaftsveränderungen in ihren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Daher wollen wir der Frage nachgehen:Warum verändern sich Landschaften?
Antworten auf diese Frage lassen sich nur mit einem
interdisziplinären Ansatz finden. Daher entwickeln wir neue Methoden
zur Verbindung von historischen und ökologischen
Forschungsansätzen. Diese Methoden kommen in mehreren Projekten zur
Waldgeschichte der Schweiz zur Anwendung.
Wir gehen davon aus, dass sich längerfristig die Anliegen des Naturschutzes nur im Rahmen einer auf ökologischen Erkenntnissen basierenden Landschaftsplanung realisieren lassen. Es stellt sich jedoch die Frage: Ist Landschaftsentwicklung planbar?
Konzepte zur Förderung der regionalen Nachhaltigkeit sind
oftmals Gratwanderungen zwischen Wunschdenken und Sachzwängen. Wir
wollen mehr darüber lernen, welche Aspekte einer Regionalentwicklung
überhaupt planbar sind und inwiefern darin die Anliegen des
Naturschutzes erfüllt werden können.
Wir wollen Naturschutz also in seiner Geschichtlichkeit verstehen und Wege suchen, seine Anliegen im Kontext der Landschaft optimal zu erfüllen. Die landschaftliche Komponente des Naturschutzes lässt sich am Beispiel von Tieren gut untersuchen. Daher gehen wir der Frage nach: Wie nutzen Tiere die Landschaft?
Wir gehen im Norden des Kantons Zürich der Frage nach, wie
drei Spechtarten sich gegenseitig in ihrem Raumnutzungsmuster
beeinflussen. Mit diesem Projekt wollen wir Beiträge zu den
Schutzbemühungen für den Mittelspecht liefern. In einem weiteren
Projekt untersuchen wir die Raumnutzung des Rothirsches im Bergkanton
Glarus um Grundlagen für ein erfolgreiches, nachhaltiges
Wildmanagement, welches dem Tier und den forstlichen und jagdlichen
Interessen Rechnung trägt, zu liefern.
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