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Environmental Governance

Dozierende

Inhalt der Lehrveranstaltung

Die Umweltpolitik ist in Bewegung und zwar auf allen Ebenen: internationale Umweltabkommen werden beschlossen und wollen in den Nationalstaaten umgesetzten sein. Neue internationale Organisationen bilden sich auf private Initiative und greifen in den Regulierungsprozess ein. Partizipative Prozesse sollen die Zielfindung absichern und die Implementation anpassen und erleichtern. Insbesondere komplexe Ressourcen bzw. Umweltgüter wie z.B. die Landschaft oder
Biodiversität, bedingen nicht nur innovative, marktwirtschaftliche Instrumente (Abgeltungen, Flächenzertifikate, Road-Pricing) sondern auch eine entsprechend angepasste institutionelle Ausgestaltung. Diese Entwicklungen, die zunehmend Partizipation und Kooperation privater Akteure, die Neuregelung von Eigentumsrechten, die Schaffung neuer Märkte und Regulierungs- bzw. Kontrollinstanzen und die Koordination von Politikbereichen bedingen, werden gemeinhin unter den Begriff der «Environmental Governance» zusammengefasst.

Die Vorlesung behandelt das Phänomen der zunehmenden institutionellen Diversität in der nationalen und internationalen Umweltpolitik und die damit einhergehende Entwicklung von analytischen Rastern zur Erfassung und Bewertung dieser Entwicklungen, wie sie insbesondere durch die Politikwissenschaft und die Ökonomik erarbeitet werden. Basierend darauf bekommen die Studierenden die Gelegenheit, an einem konkreten Beispiel zu erörtern, welche Institutionen, Instrumente oder Akteure geschaffen wurden um ein bestimmtes umweltpolitisches Problem zu lösen, wie diese Entwicklung zu bewerten ist und ob sie auf andere Probleme übertragen werden kann. Diese Beispiele können von der globalen, der nationalen oder lokalen Ebene stammen und müssen nicht auf die Schweiz beschränkt sein.