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Spechte: Botschafter für das Ökosystem Wald

Specht
Der Mittelspecht ist eng an alte Laubwälder mit grobborkigen Baumarten gebunden (Foto: G. Pasinelli).

Durch ihr attraktives Äusseres und ihre auffälligen Klopfgeräusche geniessen die Spechte einen hohen Bekanntheitsgrad. Dass sie auch hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellen, ist weniger bekannt. Ein neues Merkblatt der Forschungsanstalt WSL gibt spannende Einblicke in die Lebensweise der Spechte und zeigt Massnahmen zum Schutz ihres Lebensraumes auf.

Sie können sich an senkrechten Stämmen festhalten, demonstrieren mit Trommelwirbeln ihren Revieranspruch und klauben mit einer spezialisierten Zunge im Holz verborgene Insektenlarven heraus: die Spechte sind in hohem Grad an das Leben an und in den Bäumen angepasst. Sie stellen hohe Ansprüche an Waldstruktur, Baumarten und Nahrung.

Ihre spezielle Lebensweise macht die Spechte aber auch zu anfälligen Gliedern des Ökosystems Wald. Verändern sich die äusseren Bedingungen, verschwinden auch spezialisiertere Arten wie der Mittelspecht. Ein naturnaher Waldbau mit viel Altholz und einer standortgerechten Bestockung mit einheimischen Waldbäumen kann dem entgegenwirken.

Ein neues Merkblatt der Forschungsanstalt WSL zeigt konkrete Empfehlungen, wie sich die Lebensräume der Spechte erhalten oder sogar aufwerten lassen. Bebilderte Artenporträts der acht ganzjährig in der Schweiz lebenden Spechte runden das Merkblatt ab. Es richtet sich an Forst- und Naturschutzkreise, an Behörden, Schulen und interessierte Laien. Das Merkblatt kann bei der WSL-Bibliothek bestellt werden. (kk)

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