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Rolf Holderegger erhält Küsnachter Naturschutzpreis 2009
Der erstmals von der Zürcher Gemeinde Küsnacht vergebene Preis zur Förderung der Natur in der Land- und Forstwirtschaft geht an den Biologen Rolf Holderegger. Der an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL tätige Wissenschafter hat kürzlich eine detaillierte Publikation über die Flora von Küsnacht verfasst sowie einen Bericht über den Bestand und die Pflege der Küsnachter Naturschutzgebiete erarbeitet. Die Übergabe des mit 5000 Franken dotierten Preises erfolgte am 4. Januar 2009 anlässlich des Neujahrsapéros der Gemeinde Küsnacht. Mit Rolf Holderegger ehrt die Gemeinde Küsnacht eine Persönlichkeit, die sich seit über 20 Jahren mit grossem Engagement für die Küsnachter Natur einsetzt. Einen Teil seines über viele Jahre erarbeiteten Wissens hat der heutige Leiter der WSL-Forschungseinheit Ökologische Genetik und Evolution in der 2007 erschienenen Publikation "Flora von Küsnacht und ihre Veränderung während der letzten zwei Jahrhunderte" zusammen mit Lea Wirth veröffentlicht. Die Arbeit ist eine der ersten, die sich mit den Veränderungen der Flora im Schweizer Mittelland in den letzten hundertfünfzig Jahren befasst. Unter anderem wiesen die Autoren nach, dass auf dem Gebiet der Gemeinde Küsnacht in den letzten 150 Jahren rund 160 Pflanzenarten verschwanden. Die Resultate der Studie können als Frühwarnung für die Gefährdung der Artenvielfalt in der ganzen Region angesehen werden. Basierend auf jahrelangen vegetationskundlichen Studien hat Rolf Holderegger auch einen Bericht über den Bestand und die Pflege der Naturschutzgebiete in Küsnacht erarbeitet. Dieser Bericht war für die Behörde wegweisend für zukünftige Naturschutzmassnahmen. Vom regionalen Naturschutz zur internationalen PopulationsgenetikRolf Holderegger, der die Primar- und die Kantonsschule in Küsnacht besuchte, beschäftigt sich seit seiner Jugend mit der biologischen Vielfalt sowohl der Pflanzen als auch der Tiere des Küsnachter Tobels und des Pfannenstiels. Schon früh interessierte er sich für die Naturwissenschaften, insbesondere für Botanik und Zoologie. Sein Hochschulstudium stand deshalb ganz im Zeichen beider Interessensgebiete. Er schloss es 1997 mit einer Doktorarbeit über die Ökologie, Fortpflanzungsbiologie und Schutzmassnahmen für den Safrangelben Steinbrech ab. Als Leiter der Forschungseinheit Ökologische Genetik und Evolution wirkt Rolf Holderegger heute auch auf nationaler und internationaler Ebene. Zusammen mit seinen Mitarbeitenden versucht er, grundlegende Fragen in Natur und Landschaft vor allem mit genetischen Methoden zu beantworten. Dank dieser lässt sich heute erkennen, wie vielfältig beispielsweise die Populationen einzelner Steinbrech- oder Orchideenarten sowie von Wildbirnen, Schwarzpappeln, Laubfröschen oder Auerhühnern wirklich sind, woher sie wanderungsgeschichtlich stammen oder wie eng geografisch getrennte Populationen miteinander verwandt sind. Neben seiner forschenden Tätigkeit und seinem privatem Engagement im Naturschutz lehrt Rolf Holderegger an der ETH Zürich zu genetischen und Naturschutzthemen sowie zur Biologie der Moose und Farne. Weitere Informationen
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