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Symposium Invasive Pflanzen
110 Wissenschaftler und Praktiker aus der ganzen Welt führen vom 3. bis 7. Oktober 2011 in Ascona ein Symposium über exotische und invasive Pflanzen durch. Die Reihe, die 2006 auf den Azoren begann, führt zum ersten Mal Biologen, Herbologen und Agronomen zusammen. Gemeinsam begegnen sie den Herausforderungen, welche Globalisierung und Klimaerwärmung der Gesellschaft mit der Verbreitung von neuen Pflanzenarten stellen. Nach den Azoren (2006) und Kroatien (2008) wird das Symposium erstmal in der Schweiz durchgeführt. Im Tessin ist die Problematik der invasiven Pflanzen besonders gut ersichtlich. Das liegt vor allem am Klima und dem hohen internationalen Verkehrsaufkommen. Die Region illustriert, wie sich die Pflanzenlandschaft bei weitergehenden klimatischen Veränderungen auch nördlich der Alpen entwickeln könnte. Während sich die früheren Kongresse auf die Forschung und die Naturschutzbiologie beschränkten, stossen diesmal Praktiker aus der Unkrautbekämpfung hinzu. So wird zum Beispiel Markus Hochstrasser von der kantonalen Pflanzenschutzstelle darüber sprechen, wie Synergien in der Landwirtschaft bei der Kontrolle von Neophyten genutzt werden können. Die Teilnehmer stellen sich auch der Frage, wie die Gesellschaft mit der pflanzlichen Invasion umgehen soll. Dazu haben die Organisatoren Caecilia Claeys, Soziologin an der Universität Marseille, eingeladen. Der Titel ihres Beitrages lautet: Wahrnehmung und Management von invasiven Pflanzen im Spannungsfeld der Veränderungen in Umwelt.und Gesellschaft. Dies nur zwei Beispiele aus einer reich befrachteten Agenda. Sind invasive Pflanzen gefährlich?In der Schweiz wird eine schwarze Liste geführt von neuen Pflanzenarten, die sich bei uns ausgebreitet haben, und eine Beobachtungliste mit solchen, die in absehbarer Zeit auftreten und Schaden verursachen könnten. Sie werden als „invasiv“ bezeichnet, weil sie die einheimische Flora verdrängen sowie wirtschaftliche oder gesundheitliche Schaden anrichten können. So zum Beispiel der Japanknöterich, der Bahnböschung unterwuchern kann bis diese unstabil werden. Oder die Ambrosia, die Allergien fördert. Auf der anderen Seite beruht unsere heutige Biodiversität nebst der einheimischen Flora auch auf der Urbarmachung des Bodens und dem Austausch von (Kultur)Pflanzen aus anderen Kontinenten. Mit der heutigen Verkehrsströmen geht der Planzenaustausch aber so rasant von statten, dass die einheimische Flora komplett überrumpelt wird. Die Gesellschaft muss ich darum damit befassen, wie sie mit dieser Entwicklung umgehen will. Das Symposium ist ein Beitrag dazu. Kontakte
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