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Eschentriebsterben weiterhin auf dem Vormarsch
Die vom Pilz Chalara fraxinea an jungen Eschen verursachte Welke wurde 2008 erstmals in der Nordwestschweiz nachgewiesen. Seither ist die Anzahl der gemeldeten Krankheitsfälle kontinuierlich angestiegen und das Befallsgebiet hat sich Richtung Osten und Südwesten ausgedehnt. Auch die Intensität des Eschentriebsterbens (Eschenwelke) hat deutlich zugenommen. Waren 2008 in betroffenen Eschenjungwüchsen meist nur wenige Pflanzen befallen, so wurden 2009 bereits vereinzelt Befallsraten von mehr als 90% gemeldet. Laut ausländischen Untersuchungen befällt der Pilz auch die Zweige in den Kronen von alten Eschen und kann diese erheblich schädigen. Die Krankheit stellt somit ein Risiko für Eschen aller Altersklassen dar. Praxistaugliche Massnahmen zur Eindämmung der Krankheit
sind bis heute leider nicht bekannt. Als Reaktion auf einen Befall
können in Jungbeständen im Rahmen geplanter Pflegearbeiten stark
befallene Einzelpflanzen bevorzugt entnommen werden. Alte Eschen, welche
von der Krankheit betroffen sind, können ab einer Kronenschädigung von
mehr als zwei Dritteln vorzeitig genutzt werden, um einer drohenden
Holzentwertung durch weitere Schadorganismen vorzubeugen. Von
Neupflanzungen mit Eschen wird aufgrund des hohen Befallsrisikos
abgeraten.
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