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23.12.2012 Wie Sträucher den positiven Klimaeinfluss von Mooren mindernEine Gruppe von Forschern der Eidg. Forschungsanstalt WSL und der EPFL hat erstmals beschrieben, warum die Moore langfristig ihre Rolle als wirksamster Kohlenstoffspeicher verlieren könnte. Dafür untersuchten sie die Mechanismen, die zur Verbuschung von Mooren führen. Es handelt sich dabei um komplexe Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen und Mikroorganismen. Die Erkenntnisse wurden heute in Nature Climate Change online publiziert. Moore (Sumpfland, Torfmoore) gehören weltweit zu den besten Speichern von Kohlenstoff aus der Luft, und wirken so der Klimaerwärmung entgegen. Im Verlauf der letzten 30 bis 50 Jahre kamen die Torfmoose (Sphagnum), die beim Zerfall Torf produzieren, jedoch verstärkt durch Gefässpflanzen, hauptsächlich kleinere Sträucher, in Bedrängnis.
Die Resultate in KürzeDie Forschergruppe unterzog vier Torfmoore in Höhenlagen zwischen 600 und 1900 m über eine Zeitspanne von drei Jahren einer genauen Beobachtung. Der gewählte Höhengradient spiegelt die bis zum Jahr 2050 erwarteten Klimaveränderungen für den Norden der Schweiz wider. Aufgrund Verbuschung und der Erhöhung der Bodentemperatur entlang des Höhengradienten nahmen die Abbauprodukte der Torfmoose, aus welchen Torf im Wesentlichen besteht, um 50% ab.
Torfmoore spielen eine zentrale Rolle für den KlimaschutzObwohl Torfmoore nur geschätzte 3% der Erdoberfläche bedecken, binden sie ungefähr 30% der organischen Bodensubstanzen, was ungefähr der Hälfte des Kohlenstoffdioxidgehalts in der Luft entspricht. Weltweit enthalten Torfmoore doppelt soviel Kohlenstoff wie die Biomasse der Wälder. Sie sind sozusagen Hotspots der Kolhlenstoffspeicherung und haben Jahrtausende lang zur Abkühlung des Klimas beigetragen, indem sie der Atmosphäre Treibhausgase entzogen haben. In der Schweiz sind Torfmoore seit der Rothenturminitiative, die 1987 zu einem Bundesverfassungsartikel zum Schutz der Torfmoore führte, für jedermann ein Begriff.
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