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21.11.2012

WSL-Forschung für die Praxis

 
 
 
Diskussion Gruppe Andrea
Andrea Vaupen, wissenschaftliche Mitarbeiterin, in der Diskussion mit einer Gruppe von Vertretern aus der Praxis. Foto: Manuela Di Giulio
 
Projektleitung
Die Projektleiterin Janine Bolliger und der Modulleiter Felix Gugerli stellen den Workshop-Teilnehmenden einen möglichen Forschungsplan vor. Foto: Manuela Di Giulio

Ein Kernelement des neuen CCES-Forschungsprojekts GeneMig ist der Austausch zwischen Forschung und Praxis. Vertreter und Vertreterinnen der Praxis erarbeiten gemeinsam mit Forschenden ein praxisrelevantes Projekt.

Die WSL erarbeitet immer wieder Forschungsmethoden, die für die Praxis relevant sind. Damit diese tatsächlich auch in die Arbeit von Praktikern und Praktikerinnen einfliessen, braucht es einen engen Austausch zwischen Forschung und Praxis. Ein Beispiel einer solchen neuen Forschungsmethode ist die Landschaftsgenetik. Diese verbindet Landschaftsökologie mit Populationsgenetik und ermöglicht es, die Ausbreitung von Tieren und Pflanzen mit Landschaftselementen wie Korridoren oder Barrieren in Verbindung zu bringen. Welchen Nutzen bietet die Landschaftsgenetik nun für die Naturschutzpraxis? Welche Vorteile haben die genetischen Methoden verglichen mit den konventionellen Methoden? Diese Fragen wurden an einem Workshop mit Vertretern und Vertreterinnen der Naturschutzpraxis, z.B. aus kantonalen Naturschutzfachstellen, Bundesbehörden und privaten Planungsbüros diskutiert.

Der Workshop markierte den Start eines neuen Forschungsprojekts, das die WSL im Rahmen des Kompetenzzentrums für Umwelt und Nachhaltigkeit CCES des ETH-Bereichs gestartet hat. Das neue Projekt erforscht, wie sich Arealverschiebungen unter Umweltveränderungen auf die genetische Vielfalt auswirken und welche Risiken diese Veränderungen aus Sicht von Stakeholdern beinhalten. Diese wurden bereits zu Beginn des Projekts in die Erarbeitung praxisrelevanter Forschungsfragen einbezogen. Der Workshop zeigte, dass ein direkter Austausch von Praxis und Forschung notwendig ist, damit beide Seiten ihre Kompetenzen und Erfahrungen einbringen können. Das Fazit der Workshop-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen war, dass genetische Methoden tatsächlich ein Gewinn für ihre Arbeit sein können, wenn diese für ganz bestimmte Fragestellungen eingesetzt werden. Zum Beispiel, um Prioritäten beim Schutz von Randpopulationen gefährdeter Arten zu setzen oder die Wirksamkeit von Vernetzungselementen zu überprüfen. Ein konkretes Projekt wird nun auf der Basis der Diskussionen erarbeitet. Somit bewirkte der Workshop eine klare Annäherung der beiden Seiten. Der Dialog mit den Stakeholdern schon in der ersten Projektphase schuf eine gute Ausgangslage, um ein praxisrelevantes, konkretes Forschungsprojekt zu entwickeln.

Weitere Informationen

Forschungsprojekt GeneMig

Dossier zum Forschungsthema Landschaftsgenetik

CCES: Kompetenzzentrum für Umwelt und Nachhaltigkeit des ETH-Bereichs

Kontakt

 

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