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19.09.2017

Warm und schneearm: Wasserhaushalt der Schweiz 2016

Regenbogen
(Foto: Markus Bolliger) (für höhere Auflösung klicken)
Wasserbilanz Schweiz 2016
Kennzahlen (mm pro Jahr) für den Wasserhaushalt der Schweiz für das Kalenderjahr
2016 und kursiv in Klammern für die Normperiode 1981–2010. Abgebildet sind
die politische (grau) und die hydrologi-sche (hellgrau) Schweiz. (für höhere Auflösung klicken)
Abflüsse
Natürlicher Wasserhaushalt der ganzen Schweiz und bedeutender Grosseinzugsgebiete für 2016 und die Normperiode 1981–2010 (mm pro Jahr). P: Niederschlag; R: Abfluss; E: Verdunstung; dS: Speicheränderungen. (Siehe auch Zappa et al. (2017) in Wasser, Energie, Luft) (für höhere Auflösung klicken)
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Reichlich Niederschläge, wenig Schmelzwasser aufgrund des Schneemangels und eine aussergewöhnliche Trockenheit im Dezember kennzeichneten das Jahr 2016 aus hydrologischer Sicht. Dies zeigt die Analyse des Wasserhaushalts 2016 durch Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL und des BAFU auf.

Höhere Lufttemperaturen führten zu einer grösseren Verdunstung als üblich und zu einer überdurchschnittlichen Gletscherschmelze. Deshalb nahmen unter dem Strich die Wasserspeicher in der ganzen Schweiz ab, während die Abflussmengen nah an der Norm blieben. Regionale Betrachtungen weisen auf ein trockenes Jahr im Wallis und Tessin und auf ein eher feuchtes Jahr in der Nordschweiz hin.

Die detailliert nach Regionen beschriebenen Resultate wurden in der Septemberausgabe von „Wasser, Energie, Luft“, der Zeitschrift des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes, veröffentlicht. Dank einer neuen Methodik – der modellgestützten Bilanzierung des Wasserhaushaltes, die im Artikel „Wasserhaushalt der Schweiz 2.0“ beschrieben wird - ist diese Jahresbilanz genauer als die bisherigen, die mit ausschliesslich datenbasierten Ansätzen abgeschätzt wurden. Der Einsatz eines Modells ermöglicht eine genauere Unterteilung der Wasserressourcen zwischen den Speicherkomponenten (Grundwasser, Bodenfeuchte und Schnee) und dem Anteil an verdunstetem Wasser. Damit eignet sich die neue Methode besser für Vergleiche einzelner Jahre.

Der Rückblick auf den Wasserhaushalt der Schweiz soll in Zukunft jährlich erscheinen.

  • Weitere Informationen entnehmen Sie den beiden Artikeln in „Wasser, Energie, Luft“ (auf Seite 203 und Seite 213):
  • Liechti, K., Barben, M., Zappa, M. (2017). "Wasserhaushalt der Schweiz im Jahr 2016 – Einordnung und Besonderheiten". «Wasser Energie Luft», Heft 3/2017: S. 213–214.

  • Zappa, M., Liechti, K., Barben, M. (2017). "Wasserhaushalt der Schweiz 2.0 – Eine validierte, modellgestützte Methode für die Bilanzierung der Wasserressourcen der Schweiz". «Wasser Energie Luft», Heft 3/2017: S. 203–212.

Weitere Informationen:

Grundlagenarbeiten:

Projekt Klimaänderung und Hydrologie in der Schweiz (CCHydro):

Projekt "Auswirkungen der CH2014 Klimaszenarien auf die Wasserressourcen – eine Abschätzung für die Schweiz":

Projekt Klimaänderung und Wasserkraftnutzung

Mehr:

Kontakt:

  • Studienleiter WSL, erreichbar am Dienstag über Abt. Kommunikation: 044 739 28 39

 

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