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05.10.2017

Theorie und Praxis verknüpft: Erstes Lehrbuch zur Ökologie der Wirbeltiere

Lehrbuch Oekologie der Wirbeltiere
Impala-Antilope (Aepyceros melampus) mit Rotschnabel-Madenhackern (Buphagus erythrorhynchus) (grosse Version)
Foto: Werner Suter / WSL
 
Lehrbuch Oekologie der Wirbeltiere
Der Wolf gehört zu den grössten Beutegreifern Europas (larger version)
Foto: Werner Suter / WSL
 
Lehrbuch Oekologie der Wirbeltiere
Haubenadler sind mit mehreren Arten in Asien verbreitet. Bei der ungestümen Jagd auf kleinere Wirbeltiere nutzt sich ihr Gefieder schnell ab. (larger version)
Foto: Werner Suter / WSL
 
Lehrbuch Oekologie der Wirbeltiere
Das Eichhörnchen ist bei uns noch ein gewohnter Anblick. Es ernährt sich vorwiegend von pflanzlicher Nahrung, wobei Samen von Nadel- und Laubbäumen eine wichtige Rolle spielen. In verschiedenen Teilen Europas ist es jedoch schon weitgehend vom invasiven Grauhörnchen aus Nordamerika verdrängt worden. (larger version)
Foto: Werner Suter / WSL
 
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Der Wolf frisst einen Elch, der Luchs ein Reh und der Habicht einen jungen Waldkauz. Was bedeutet das für die Bestände der Beutetiere? Im soeben erschienenen Lehrbuch zur "Ökologie der Wirbeltiere" beantwortet Werner Suter von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL, erstmals im deutschsprachigen Raum, solche Fragen auf leicht verständliche Weise.

Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen Wirbeltieren und ihrer Umwelt? Welche Strategien verfolgen beispielsweise Säugetiere und Vögel, um genügend Nahrung zu finden und sich erfolgreich fortzupflanzen? Wie kann eine Art die Verluste durch Beutegreifer kompensieren? Oder sind es sogar letztere, die von den Beständen ihrer Beutetiere abhängig sind? Diese Fragen deuten an, dass in den Lebensgemeinschaften von Vögeln und Säugetieren oft sehr vielfältig Beziehungen herrschen. Die Ökologie, ein Teilgebiet der Biologie, erforscht die Beziehungen zwischen Lebewesen und allen sie umgebenden Bestandteilen der Umwelt.

Leicht verständlich und praxisrelevant

Das aktuelle Wissen zur Ökologie der Vögel und Säugetiere gut verständlich auf den Punkt zu bringen, darum geht es Werner Suter von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in seinem neuen Lehrbuch zur «Ökologie der Wirbeltiere», das soeben das im Haupt-Verlag in der UTB-Reihe erschienen ist. Dabei ist es ihm ein besonderes Anliegen, die theoretischen Grundlagen an den Befunden wissenschaftlicher Feldstudien zu messen, um das Werk auch für die Praxis nutzbar zu machen. So schliesst das Buch im deutschsprachigen Raum eine wichtige Lücke im Lehrmittelangebot.

Gemäss Suter, der an der ETH Zürich zu dieser Thematik angehende Biologen und Umweltwissenschaftler unterrichtet, möchte das Buch eine moderne Einführung in die Ökologie der Wirbeltiere mit Schwerpunkt der Vögel und Säugetiere sein. Der Autor will den Studierenden, aber auch zahlreichen Fachleuten in Wissenschaft und Praxis (Wildtiermanagement, Naturschutz etc.), einen vollständigen Überblick über die wechselseitigen Beziehungen von Tieren und ihrer Umwelt geben.

Das Buch deckt die gesamte thematische Breite ab, die der Titel verspricht. Inhaltlich sieht Suter bei Vögeln und Säugetieren aufgrund ihres vergleichbaren Stoffwechsels viele Gemeinsamkeiten in ihrer Biologie. Der Autor behandelt in «Ökologie der Wirbeltiere» die Ernährung unter ökophysiologischen und verhaltensökologischen Aspekten, die Fortpflanzung, die räumliche Ökologie auf allen Skalenebenen, Wanderungen, die Populationsbiologie sowie die Interaktionen zwischen Arten, nämlich Konkurrenz, Räuber-Beute-Beziehungen und Parasiten. Er schliesst mit praxisrelevanten Aspekten im Kapitel zur Naturschutzbiologie.

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