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Birmensdorf, 07.12.2016

Erste trinationale Videokonferenz über den Wald zwischen Teenagern und Forschenden

Videokonferenz
Kurz vor Beginn der Videokonferenz.
 
Frage_stellen
Einer der Zürcher MaturantInnen fragt bei der französischen Waldforscherin nach: Inwiefern ist das Importieren von Holz eine Belastung für die Schweizer Umwelt?
 
NFZ Trialogue
Nachmittagsprogramm: spannende Erkundung einer Forschungsfläche unter Begleitung von WSL-Forschenden und mithilfe von iPads.

Bilder: Stephanie Schnydrig, WSL

 
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Ein besonderer Tag für 40 französische, deutsche und schweizerische Teenager: Im Rahmen einer von drei Forschungsinstituten organisierten Videokonferenz interviewten sie erfahrene Forschende über Wälder und deren Zukunft. Dieser zweisprachige Trialog fand im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums von NFZ.forestnet statt, dem Netzwerk für Forschung und Hochschulbildung im Bereich Wald und Forstwissenschaft.

Wälder von morgen für die Jugend von heute

Der Titel des Trialogs, «Wälder von morgen für die Jugend von heute», steckte dessen Rahmen ab. Die Fragen der Teenager reichten von Totholz bis Bioethanol und von der Jagd bis zu invasiven Organismen. Die ältesten Schüler zeigten ein besonders starkes Interesse daran, sich mit den Forschenden über Themen im Zusammenhang mit Klimawandel, Globalisierung, Energiewende und deren Auswirkungen auf Wälder auszutauschen. Die Fragen lauteten beispielsweise: «Werden durch den Kauf von importiertem Holz die heimischen Wälder geschont?» oder «Halten Mischwälder dem Klimawandel besser stand?»

Die trinationale Videokonferenz war auch für die drei Gastgeber-Institute, nämlich das Centre Inra in Champenoux (Frankreich), die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg i.Br. (Deutschland) und die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf (Schweiz), eine Premiere. Die erfahrenen Forschenden, welche alle sieben Institutionen des NFZ-Netzwerkes vertreten, waren mit der Herausforderung konfrontiert, auf einfache Weise – auf Deutsch und Französisch – Fragen von SchülerInnen zwischen 13 und 18 Jahren zu beantworten. «Ich fühle mich beim heutigen Zusammentreffen mit den Jugendlichen stärker eingeschüchtert als beim Abhalten einer Präsentation auf einer wissenschaftlichen Konferenz», gesteht Prof. Andreas Rigling von der WSL mit einem Lächeln.

Eine Premiere mit Potenzial für Folgeveranstaltungen

Zusätzliche Aktivitäten, Präsentationen und Laborbesuche in den drei Forschungsinstituten rundeten den Tag ab. Die französische Klasse strahlte Interviews mit den Forschenden über ihr Web-Radio aus. An der WSL nutzten die SchülerInnen, die alle in ihrem letzten Jahr am Freien Gymnasium Zürich Biologie als Hauptfach belegen, eifrig die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen mit den Forschenden. Wahrscheinlich wird es eine weiterführende Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium und dem Forschungsinstitut geben. An der FVA wurden Fragen der Schüler des Deutsch-Französischen Gymnasiums Freiburg i.Br. noch weit über die Zeit der Videokonferenz hinaus mit ProfessorInnen aus den Gebieten Forstwirtschaft, Biomaterialien, Forstgenetik und Naturschutz diskutiert und steigerten das Interesse der SchülerInnen an interkultureller und interdisziplinärer Wissensgenerierung.

Abschluss des Jubiläumsjahrs von NFZ.forestnet

Nach einer guten 10-jährigen Zusammenarbeit haben die sieben Partnerinstitutionen von NFZ.forestnet in Frankreich, Deutschland und der Schweiz ihren Rahmenvertrag im September 2016 verlängert. Zur Würdigung dieses Ereignisses wurden 16 kurze Videoclips über das Netzwerk und seine Summer Schools auf YouTube veröffentlicht.

Im kommenden Jahr werden die NFZ.forestnet-Institute ihre Forschungskooperationen ausbauen und einen internationalen Kongress organisieren, um das 125-jährige Bestehen des Internationalen Verbands forstlicher Forschungsinstitutionen (IUFRO) zu feiern.

Diese symbolträchtige Veranstaltung wird im September 2017 in Freiburg i.Br. stattfinden und von verschiedenen weiteren Events in Frankreich und der Schweiz begleitet sein.

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