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10.05.2012

Gemeinsame Professur WSL / Universität Neuenburg für Martine Rebetez

Martine Rebetez

Der Staatsrat von Neuenburg hat an seiner Sitzung vom 9. Mai 2012 Martine Rebetez zur ausserordentlichen Professorin an der Universität Neuenburg gewählt. Sie wird im Rahmen einer gemeinsamen Professur mit Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, wo sie seit 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin ist, ihre Forschung und Lehrtätigkeit in angewandter Klimatologie weiterführen.

Martine Rebetez hat sich in der Schweiz und im Ausland durch Ihre Studien über die Klimaveränderung auf der Basis von schweizerischen meteorologischen Daten ausgezeichnet. In ihrer Forschungsarbeit an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL analysiert sie die Klimaentwicklung im Hinblick auf gesellschaftliche Auswirkungen, zum Beispiel auf die Waldökosysteme oder den Tourismus in Bergregionen. So hat sie kürzlich mit Kollegen dargestellt, wie steigende Temperaturen den Schneefall in mittleren Lagen beeinflussen, oder welche Bedrohung ein trockeneres und wärmeres Klima für die Walliser Föhre darstellt. Viel Beachtung erhielt auch ihr in drei Landessprachen erschienenes Buch "Helvetien im Treibhaus".

Umweltveränderungen und Gesellschaft

In ihrer Lehrtätigkeit - früher als Privatdozentin an den Universitäten Lausanne und Genf und später als assoziierte Professorin an der Universität Neuenburg - vermittelt Martine Rebetez ihren Studentinnen und Studenten seit Jahren die Fähigkeit, den Herausforderungen der Umweltforschung aus einem interdisziplinären Blickwinkel zu begegnen. Als ausserordentliche Professorin in angewandter Klimatologie wird Prof. Dr. Rebetez ihre Forschungsprojekte, Lehrtätigkeit und Doktorandenbetreuung gleichsam im Rahmen des geographischen Instituts der Universität Neuenburg und der WSL weiterführen.

Gemeinsame Professur: Ein Gewinn für alle Beteiligten

Mit Martine Rebetez unterhält die WSL zum ersten Mal eine gemeinsame Professur mit einer kantonalen Universität. Diese Art der Zusammenarbeit kennt die WSL schon mit der ETH Zürich und der EPF Lausanne. Die WSL und die Universität Neuenburg konkretisieren damit ihre Absicht, die Wechselwirkung zwischen Umwelt, Klima und Gesellschaft weiter zu erforschen und den Informationsaustausch zwischen den Forschungsplätzen Zürich und Neuenburg zu fördern.

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