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Der Rötliche Holzritterling (Tricholomopsis rutilans) gehört zu den saprophytischen Pilzen und baut organisches Material ab; im Bild ein Baumstumpf. Foto: B. Senn-Irlet
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Zu den beliebtesten Speisepilzen zählen Steinpilze, Eierschwämme, Morcheln, Reizker, Maronen-Röhrlinge, Herbst-Trompeten und die Parasolpilze. Foto: Hans-Peter Neukom
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Wer bedrohte
Pilzarten erhalten will, muss deren natürliche Lebensräume schützen. Was muss
man dazu wissen? In einem neuen Merkblatt fasst die Eidgenössische
Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL die aktuellen Kenntnisse
über die Gefährdung und den Schutz der Pilze in der Schweiz zusammen und bietet
konkrete Entscheidungshilfen für einen sinnvollen Pilzschutz.
Früher bildeten Speisepilze für den
Menschen in erster Linie eine wertvolle Zusatznahrung. Unterdessen wurde
das private Pilzsammeln zur beliebten Freizeitbeschäftigung, was den
Sammeldruck auf die Pilze erhöhte. Pilzschutzmassnahmen wurden gefordert und
eingeführt. Die wichtigste Schutzmassnahme für bedrohte Pilzarten besteht im
Schutz und in der Erhaltung ihrer natürlichen Lebensräume. Dazu kommen noch
artspezifische Biotopschutzmassnahmen wie das Erhalten von Alt- und
Totholzinseln in Wäldern.
1975 startete im neuen Pilzreservat La Chanéaz im Kanton
Freiburg eine Langzeitstudie, um wissenschaftliche Erkenntnisse über die
Ökologie von Waldpilzen und deren möglichen Gefährdungen zu erlangen und den
Einfluss des Pilzsammelns auf die Pilzflora zu untersuchen. Das Pilzreservat La
Chanéaz ist national wie international einzigartig. Nirgendwo auf der Welt
wurde bisher über einen so langen Zeitraum die Entwicklung der Pilzflora genau
untersucht. Die vermuteten schädlichen Auswirkungen des erhöhten Sammeldruckes
auf das Pilzvorkommen wurden indes nicht bestätigt: Nicht das Sammeln von
Pilzen ist für den Rückgang einiger Pilzarten verantwortlich, sondern die
Veränderung und Schädigung ihrer Lebensräume. Die grossen Veränderungen in der
Landnutzung haben die Pilzflora stark beeinflusst. Viele Pilze reagieren zudem
sensibel auf Luftverschmutzung, so dass deren Anzahl
zurückging.
Das Datenzentrum SwissFungi, das im Auftrag des Bundesamtes
für Umwelt (BAFU) an der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL betrieben wird,
dient in erster Linie der Erarbeitung von Roten Listen und gibt den Behörden
wichtige Hinweise auf das Vorkommen schutzbedürftiger Arten. Die Liste der
national prioritären Arten dient als ergänzendes Instrument zu den Roten Listen.
Es ist auch eine Vollzugshilfe für die Prioritätensetzung in der Arten- und
Lebensraumförderung. 2012 sind als Vollzugshilfen für die Naturschutzbehörden
Merkblätter zu den zwölf national geschützten und zu weiteren prioritär zu
fördernden Pilzarten ausgearbeitet worden.
Kontakt
Weiterführende Informationen
Pilzreservat La Chanéaz
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Das Pilzreservat La Chanéaz ist national wie international einzigartig. Nirgendswo auf der Welt wurde bisher über einen so langen Zeitraum die Entwicklung der Pilzflora untersucht. Auch die räumliche und zeitliche Auflösung der Datenerhebung ist einmalig.
Verfügbare Sprachen:
deutsch
französisch
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Datenzentren Pilze und Flechten
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Die WSL pflegt die nationalen Datenzentren für Pilze und Flechten, dokumentiert deren Bestandesentwicklung und erarbeitet die Roten Listen für beide Organismengruppen.
Verfügbare Sprachen:
deutsch
französisch
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