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17.04.2013 Langer Winter im MittellandWinterrückblick 2012/2013Medienmitteilung vom 17.04.2013 Der Winter 2012/13 war vor allem im Mittelland lang, kalt und schneereich. In tiefen Lagen schneite es an so vielen Tagen wie seit 26 Jahren nicht mehr. In den Bergen lag besonders im Westen und im Norden viel Schnee. Winterverlauf
Unzählige kalte und trübe Tage, Schnee noch bis nach Ostern – im Mittelland schien der Winter dieses Jahr nicht enden zu wollen. Dieser Eindruck täuschte nicht: Der Winter 2012/13 war gemäss den Messungen der MeteoSchweiz in den Gebieten von Bern bis St. Gallen aussergewöhnlich, vor allem was die Schneefälle und Temperaturen angeht. Bereits im Oktober brachten zwei Wintereinbrüche Schneefälle bis in tiefe Lagen, sogar Bern und Zürich waren weiss. Die Monate Dezember bis März waren etwas kälter als normal. Zusammen mit den häufigeren Niederschlägen führte das an den MeteoSchweiz-Stationen im Mittelland zu Neuschneemengen, die ungefähr doppelt so gross waren wie normal. Zwischen Dezember und März schneite es dort im Schnitt jeden vierten bis sechsten Tag. So viele Neuschneetage gab es letztmals im Winter 1986/87. In den Bergen waren die Schneehöhen im Westen und im Norden überdurchschnittlich. So lag zum Beispiel Ende März an der Station Hasliberg (1825 m) noch 190 cm und an der Station Schwägalp (1350 m) noch 142 cm Schnee. In Nord- und Mittelbünden hingegen waren die Schneehöhen lediglich durchschnittlich und sowohl im Engadin als auch am Alpensüdhang unterdurchschnittlich. Lawinen forderten 21 TodesopferIn den schneereichen Gebieten im Norden und im Westen war die Schneedecke verbreitet gut aufgebaut. Es konnten daher meist nur Neu- und Triebschneeschichten als Lawinen ausgelöst werden. Anders in den südlichen Gebieten des Wallis und in grossen Teilen Graubündens, wo bodennahe Schneeschichten schwach waren und deshalb Lawinen bis tief in der Schneedecke anrissen. Die Verteilung der Gefahrenstufen im Lawinenbulletin entsprach ungefähr dem langjährigen Durchschnitt. Am häufigsten wurde die Gefahrenstufe mässig (Stufe 2) prognostiziert. Bis zum Stichtag 15. April 2013 wurden dem SLF für den Winter 2012/13 135 Lawinenunfälle mit 212 erfassten Personen gemeldet. Von diesen wurden 44 Personen verletzt und 21 Menschen verloren ihr Leben. Das entspricht dem langjährigen Durchschnitt für die Zeit bis Mitte April. LawinenbulletinsDas SLF gab am 27. November 2012 das erste tägliche Lawinenbulletin des Winters heraus. Zugleich wurde auf das neue Format mit interaktiver Gefahrenkarte umgestellt. Vom 4. Dezember 2012 bis zum 14. April 2013 wurde zweimal täglich eine Gefahreneinschätzung veröffentlicht. Bis auf Weiteres erscheint das Lawinenbulletin täglich um 17 Uhr. Es kann über www.slf.ch oder mit der SLF App „White Risk“ abgerufen werden. Zudem kann ein RSS-Feed oder ein SMS-Service abonniert werden, der über den Sommer darauf hinweist, wenn bei grösseren Schneefällen ein Lawinenbulletin publiziert wird (Service bestellen: SMS mit dem Inhalt START SLF SOMMER an 9234 senden, Service stoppen: SMS mit dem Inhalt STOP SLF SOMMER an 9234 senden, CHF 0.20/SMS). Des Weiteren verweisen wir auf den Alpenwetterbericht von MeteoSchweiz (www.meteoschweiz.ch, Telefon 0900 162 138 (CHF 1.20/Min.) oder Fax 0900 162 338 (CHF 2.00/Min.). Weitere InformationenDownload
AnsprechpersonenGian Darms, Lawinenwarndienst, WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Tel. 081 417 01 24, gian.darms@slf.ch Martin Heggli, Kommunikation, WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Tel. 081 417 03 56, martin.heggli@slf.ch |