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Hotels in Höhenlagen profitieren von heissen Sommern
13.5.2011 - Für die Ferienorte in den Alpen könnte der aufgrund des Klimawandels zu erwartende Temperaturanstieg von Nutzen sein. Schon heute zeigt sich, dass Touristen kurzfristig auf steigende Temperaturen reagieren, da dann mehr Übernachtungen in hoch gelegenen Hotels gebucht werden. Dies ist das Ergebnis einer Studie zweier Forscherinnen der WSL, die vor kurzem in der internationalen Zeitschrift Climatic Change* online veröffentlicht wurde.
Durch den Klimawandel kommt es zu einem allgemeinen Anstieg der Sommertemperaturen und der Anzahl der extrem heissen Tage. Für den europäischen Tourismus hat dies voraussichtlich eine Verschiebung der bevorzugten Reiseziele während der heissen Sommermonate (von Juni bis August) in Richtung Norden und in höhere Lagen zur Folge. Allerdings gab es bisher noch keinen konkreten Beweis, der diesen prognostizierten Trend bestätigt. Um herauszufinden, ob Hitzeperioden schon heute die Gästezahlen in den Bergen beeinflussen, haben zwei Klimaforscherinnen der WSL die Schwankungen der Anzahl von Hotelgästen in 40 alpinen Ferienorten in der Schweiz unter Berücksichtigung der Sommertemperaturen im Tiefland untersucht. Gaëlle Serquet und Martine Rebetez stellten fest, dass die Gästezahlen in Ferienorten im Gebirge nahe dicht besiedelten Gebieten eine stärkere Reaktion auf hohe Temperaturen zeigen als andere. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Urlaubsreisen zu nahe gelegenen Zielen ohne grössere Probleme auch ganz spontan unternommen werden können. Insbesondere Ferienorte in den Mittelgebirgen profitieren somit von den steigenden Sommertemperaturen. * Serquet, G., Rebetez, M., 2011: Relationship between tourism demand in the Swiss Alps and hot summer air temperature associated with climate change. Climatic Change, DOI 10.1007/s10584-010-0012-6. Der vollständige wissenschaftliche Artikel kann bei Prof. Rebetez angefordert werden. WSL Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL befasst sich mit der Nutzung und Gestaltung sowie dem Schutz von naturnahen und urbanen Lebensräumen. Sie erarbeitet Beiträge und Lösungen, damit der Mensch Landschaften und Wälder verantwortungsvoll nutzen und mit Naturgefahren umsichtig umgehen kann. Die WSL ist ein Forschungszentrum des Bundes und beschäftigt rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nebst dem Hauptsitz in Birmensdorf und dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos gehören Aussenstellen in Lausanne, Bellinzona und Sitten zur WSL. Kontakt
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