Die Rolle von Samenbanken
bei der Wiederbesiedlung von Waldbrandflächen im Wallis
Bereits zwei Jahre nach dem verheerenden Waldbrand von Leuk (13. August 2003)
war die Artenvielfalt von Gefässpflanzen im Waldbrandgebiet grösser
als jene im ursprünglichen Wald vor dem Feuer. Unklar ist vorerst, weshalb
so viele verschiedene Pflanzen keimen konnten wo doch die Humusschicht stark
verbrannte. Stammen die Arten von der Samenbank in tieferen Schichten oder sind
die Samen nach dem Brand per Wind oder Tiere auf die Asche gelangt? Bodenproben
aus verschiedenen Tiefen unverbrannter Böden sollen darüber Klarheit
schaffen. Die Stichprobe umfasst den Rand des Waldbrandgebiets von 800 bis 2100
m ü.M. Die gefundenen Samen werden auf ihre Keimfähigkeit getestet
und ihre Häufigkeiten werden mit den Resultaten aus den Vegetationserhebungen
von 2004 und 2005 verglichen.
Mit den Ergebnissen dieser Untersuchung können die Folgen der Feuerintensität
auf die Wiederbesiedlung abgeschätzt werden.
Betreuung: Tom Wohlgemuth, Barbara Moser