Wandel der Waldnutzung
und Waldbewirtschaftung: Entwicklung einer Methode zur schnellen Erfassung historischer
Eckdaten
Matthias Bürgi (WSL)
Vergleichende Untersuchungen der Waldentwicklung erlauben es, die Auswirkungen
verschiedener natürlicher und anthropogener Faktoren auf den Wald zu untersuchen.
Ziel derartiger Studien ist ein vertieftes Verständnis des Systems Wald-Gesellschaft
im Wandel der Zeit. Die hierzu nötigen Informationen können in unterschiedlichen
Quellen gefunden werden, wie z.B. Waldwirtschaftspläne, Rechenschaftsberichte
der Forstbehörden, Bild- und Kartenmaterial, Interviews etc. Diese fachgerecht
auszuwerten ist Aufgabe der Wald- und Forstgeschichte, die heute mit einem quellenkritischen
Ansatz arbeitet. Gerade auch im Hinblick auf eine Synthese der in unterschiedlichen
Regionen gewonnenen Resultate könnte es im Rahmen des Programms Walddynamik
von Interesse sein, verschiedene Untersuchungsregionen auf die oben beschriebene
Art vergleichend zu betrachten. Angaben zur Bestandes- und Nutzungsgeschichte
sind zudem hilfreich bei der Interpretation der heutigen gesellschaftlichen
Ansprüche an den Wald, da in diesen oftmals vergangene Nutzungsweisen nachklingen.
Sollte eine konkrete Nachfrage derartiger Informationen bestehen, könnte
ein Rezeptbuch zur Erfassung und Auswertung der Angaben zusammengestellt
werden. Ob damit beispielsweise in auszuschreibenden Diplomarbeiten gekocht
würde, oder ob eine ausführlichere Anwendung erwünscht und die
entsprechenden Ressourcen zu finden sind, bleibt abzuklären. Das Angebot
zur Zusammenarbeit jedenfalls ist hiermit formuliert.