Psychologische Hintergründe der Wildnis-Debatte
Nicole Bauer, Karin Wasem & Marcel Hunziker (alle WSL)


Im Rahmen des Wandels der traditionellen Kulturlandschaft und eines sinkenden Flächenbedarfs in der Landwirtschaft sind Nutzungsentscheidungen in Bezug auf zahlreiche Flächen vorzunehmen. Die sich daraus entwickelnde kontrovers geführte Wildnisdebatte ist durch die Grundeinstellungen zu Natur und Wildnis beeinflußt. Daher untersucht ein sozialwissenschaftliches Projekt der WSL, Abteilung Landschaft und Gesellschaft, die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber Natur und Wildnis und ihren Einfluss auf die Befürwortung oder Ablehnung unterschiedlicher Arten von Wildnis. Eines der Ziele besteht in der Erarbeitung von Strategien zur Förderung einer Versachlichung der Wildnis-Debatte. Das Poster wird die wichtigsten Forschungsfragen und -methoden aufzeigen, die zur Beantwortung dieser Fragen eingesetzt werden: Forschungsfragen: ___ Welches sind die globalen Einstellungen zu Natur und Wildnis? (2) Was wird als Wildnis wahrgenommen? Welches sind in den Augen der Laien Kriterien und Indikatoren für Wildnis? (3) Worin unterscheiden sich Personen, die Wildnis eher befürworten von denen, die sie ablehnen? Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Befürwortern und Gegnern? Methoden: (1) Sprachwissenschaftliche Literatur- und Medienanalysen, (2) empirische sozialwissenschaftliche Untersuchungen (qualitative Interviews, standardisierte Internet-Befragung, schweizweite repräsentative Fragebogenerhebung).