Entwicklung der Insektenfauna
(TP2)
Beat Wermelinger, Beat Forster (beide WSL)
Diese Untersuchungen werden in den gleichen Untersuchungsflächen und an
den gleichen Bäumen wie TP1 und TP3 durchgeführt. Die Untersuchungen
gehen folgenden Fragestellungen nach: a) Welches Insektenspektrum ist in Bäumen
verschiedener Vitalitätsklassen vorhanden, wie häufig sind die einzelnen
Arten? b) Wie verläuft die zeitliche Besiedlungsabfolge der wichtigsten
Arten? c) Gibt es Insektenarten, die für das Absterben der Föhren
hauptverantwortlich sind? d) Welche Antagonisten von potentiellen "Schadorganismen"
sind vorhanden, was ist ihre Bedeutung?
Dazu werden zweimal jährlich Stammstücke von 22 Föhren unterschiedlicher
Vitalitätsklassen geerntet. Im Labor werden diese in Schlupfkästen
gestellt und die xylobionten Insekten ausgebrütet. Interne und externe
Spezialisten bestimmen anschliessend diese Tiere auf die Art. Die Ernten des
Sommers 2001 und des Winters 2002 sind abgeschlossen. Erste Grobanalysen zeigen,
dass die abgestorbenen Bäume im Vergleich zu den geschwächten die
grössere Insektendichte aufweisen. Es handelt sich dabei hauptsächlich
um Borkenkäfer (Tomicus spp. und Ips acuminatus). In vitalen
sowie in schwach bis stark geschädigten Bäumen wurden fast keine Insekten
gefunden. Ebenso waren deutlich mehr Insekten in den Stämmen aus Salgesch
als in solchen aus Stalden vorhanden (ausser dem Prachtkäfer Phaenops
cyanea).