Klima der alpinen Trockentäler (TP6)
Martine Rebetez, Matthias Dobbertin (beide WSL)


Im Teilprojekt ‚Klimaanalyse‘ werden folgende Fragestellungen untersucht: Wie äussert sich die globale Klimaerwärmung im Wallis?; Sind die Klimaverhältnisse in allen Trockentälern der Alpen vergleichbar oder stellt das Wallis einen Sonderfall dar?
Dazu ist geplant, für die Trockengebiete der Alpen wie das Wallis, die Regionen Aosta, Bozen und Innsbruck Klimaanalysen und Vergleiche durchzuführen, wobei ein Schwerpunkt auf den klimatischen Faktoren liegt, welche das Vorkommen der Wälder in diesen Regionen begrenzen. Dazu gehören die Niederschlagssummen des Jahres und der Vegetationszeit, sowie die Temperaturen während der Vegetationszeit.
Für das Wallis sind erste Klimaanalysen abgeschlossen. Dabei zeigt es sich, dass die Sommer im Mittelwallis immer wärmer werden. Während in der Zeitspanne von 1900 bis 1980 die Anzahl der warmen Sommertage (Durchschnittstemperatur > 20°C) nur leicht angestiegen ist, kann seither von einem signifikanten Anstieg gesprochen werden. Dabei hat sich die Anzahl heisser Tage seit 1980 verdoppelt. Dies führt zu erhöhtem Trockenstress der Bäume, während Insekten, Misteln und Pathogene von den verbesserten Lebensbedingungen profitieren. Im Gegensatz dazu haben sich die Niederschläge im 20. Jahrhundert kaum verändert. Von Jahr zu Jahr bestehen jedoch grosse Unterschiede Für die Periode 2002-2003 werden Klimaanalysen für die benachbarten Trockengebiete des Alpenbogens und Untersuchungen zu Wasserverfügbarkeit und Trockenstress im Wallis durchgeführt.