Retrospektive Luftbildanalyse im Föhren-Flaumeichen-Gürtel (TP8)
Christian Ginzler, Sylvana Grabitzki (beide WSL)


Am Beispiel der Föhrenwälder in Salgesch im Wallis soll untersucht werden, inwieweit sich die Methode der digitalen Luftbildinterpretation für die räumliche Untersuchung von Sukzessions- und Absterbephänomenen eignet. Hierbei steht die Frage im Vordergrund, welches die kleinste räumliche und thematische Interpretationseinheit ist, für die Aussagen getroffen werden können.
Für die Untersuchung stehen panchromatische Luftbilder aus 6 Jahrzehnten (mittlerer Massstab 1:20‘000) zur Verfügung. Als Referenzdaten werden CIR-Luftbilder im Massstab 1:10'000 aus dem Jahr 1999 verwendet. Die Bilder wurden digitalisiert, orientiert und werden anschliessend im Stereomodus analysiert. Die Klassierung der Strukturen erfolgt in vier Schritten: (1) Wald/Nichtwaldentscheid, (2) Unterscheidung von Baumarten Waldföhre (Pinus sylvestris) und Flaumeiche (Quercus pubescens), (3) Ausscheidung von Totholz und (4) Unterscheidung von Sukzessionsstadien
Für das Gebiet Salgesch wird die Methode auf Machbarkeit getestet. Je nach Resultaten sollen weitere Gebiete (Stalden, Visp-Süd, Visp-West, Saxon) miteinbezogen werden.