Die Rolle von phytopathogenen
Pilzen und Nematoden (TP3)
Ursula Heiniger, Daniel Rigling, Roland Engesser (alle WSL)
Diese Untersuchungen werden
in den gleichen Untersuchungsflächen und an den gleichen Bäumen wie
TP1 und TP3 durchgeführt. Es wird der Rolle von biotischen Faktoren (Pilze,
Nematoden) bei den Absterbeprozessen der Föhren nachgegangen? Die Zentrale
Frage ist: Gibt es einen biotischen Schlüsselfaktor, der für das Absterben
verantwortlich ist?
In einer ersten Phase soll der Nachweis und die Identifizierung von Pilzen und
Nematoden an unterschiedlich vitalen Föhren (frisch abgestorben, stark
geschädigt, schwach geschädigt) auf den Flächen Stalden und Salgesch
erbracht werden. In einer zweiten Phase werden Experimente und Infektionsversuche
zur weiteren Überprüfung der Fragestellungen durchgeführt, z.B.
die Identifizierung von beitragenden Faktoren wie Witterung, Vektoren, etc.
Die ersten Resultate der Beprobung vom Mai 2000 zeigen: A) Die gefährlichen
Wurzelparasiten Hallimasch und Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum)
wurden nicht festgestellt. B) Verschiedene Arten von Bläuepilzen (Ceratocystis
spp. und Ophistoma spp.) konnten von fast 50% der Ast- und Wurzelproben
der frisch abgestorbenen Föhren isoliert werden. Der Anteil 'stark geschädigter'
Föhren mit Verblauung war sehr gering. Die Artbestimmung steht noch aus.
Die Übertragung dieser Pilze erfolgt durch Insektenvektoren. Einige dieser
Pilze stehen im Verdacht Föhren-Welken zu verursachen C) Cenangium ferruginosum
(Triebsterben) wurde in beiden Flächen nur in niederer Dichte gefunden.
Dieser Pilz kann vermutlich als Ursache des Absterbens ausgeschlossen werden.
D) Nematoden konnten aus Stamm und Aesten von Föhren aller Vitalitätsklassen
isoliert werden, wobei in den frisch abgestorbenen Föhren deutlich mehr
Nematoden vorhanden waren. Bekannte pathogene Nematoden wurden bis jetzt keine
identifiziert (Schröder, BBA, pers. Mitt.).