Käfernest
Christian Epper, Beat Wermelinger (beide WSL)
Folgende Fragestellungen werden
behandelt: (a) Wie entwickeln sich Antagonisten-bedingte Mortalitätsraten
des Buchdruckers (Ips typographus) in sich ausbreitenden Käfernestern
über mehrere Generationen? (b) Sind diese Mortalitätsraten in erlöschenden
Käfernestern höher als in sich ausdehnenden? (c) Welches sind die
Schlüsselfakoren der Mortalität? (d) Existiert ein Schwellenwert für
die Mortalität in erlöschenden Käfernestern? (e) Beeinflusst
die Entnahme von befallenen Bäumen (Zwangsnutzungen) die Mortalitätsraten
in Käfernestern?
Ausschlüpfende Tiere werden mit Stammeklektoren an befallenen Fichten gefangen.
Die Bestimmung erfolgt sowohl intern als auch extern. Im Labor werden zusätzliche
Rindenproben ausgebrütet und ausfliegende Buchdrucker auf Pilz-, Viren-
und Bakterienbefall untersucht. Es werden Flächen mit und solche ohne Zwangsnutzungen
verglichen.
Im Jahr 2000 wurden zwei Flächen ohne Zwangsnutzungen eingerichtet und
während zweier Feldsaisons beprobt. Die Grobsortierung der Fänge 2000
und rund eines Drittels von 2001 ist abgeschlossen, die Bestimmungsarbeiten
laufen. Erste Resultate deuten bei den Buchdruckern der zweiten Generation auf
eine Überwinterung unter der Rinde hin. Die Mehrzahl verlässt im Frühjahr
den Brutbaum. Parasitische Wespen hingegen überwintern mehrheitlich nicht
unter der Rinde. Eine erste Sichtung der Pilzbefallsraten deuten auf eine Zunahme
von der ersten Generation zur zweiten hin. Im darauf folgenden Frühjahr
startet die Befallsrate wieder auf einem tieferen Niveau.