Vergleich der Fauna auf Lothar-Windwurfflächen und im intakten Wald
Beat Wermelinger, Peter Duelli (beide WSL)

Das Projekt soll die zentralen Aussagen, die aufgrund der Vivianuntersuchungen im Gebirge gemacht werden konnten, in Sturmflächen des Mittellandes überprüfen: a) Windwurfflächen haben eine grössere Artenvielfalt als der intakte Wald, b) geräumte und ungeräumte Flächen sind diesbezüglich gleichwertig, c) die Kombination beider Verfahren liefert die grösste Artenvielfalt. Dazu wurden 2000 (teilweise) und 2001 in drei Untersuchungsgebieten (Messen, Habsburg, Sarmenstorf) Insektenfallen aufgestellt. In jedem Gebiet wurden in den drei Verfahren 'Sturm belassen', 'Sturm geräumt' und 'stehender Wald' je 3 Flug- und 5 Bodenfallen installiert und von April bis Oktober wöchentlich geleert. Die Fänge werden jetzt sortiert und die wichtigsten Gruppen auf die Art bestimmt.
Erste Resultate lieferte eine 2000 von Roland Gautier (UNI ZH/WSL) im Rahmen dieses Projekts durchgeführte Diplomarbeit. Sie verglich belassene Windwürfe mit den angrenzenden Wäldern während einer Periode von Mai-Juli. Es zeigt sich, dass sowohl die Artenvielfalt der xylobionten Insekten als auch deren Dichte in belassenen Sturmflächen grösser waren als im stehenden Vergleichswald. Damit gilt die obige Aussage a) auch für das Mittelland. Die Varianten 'geräumt' standen zur Zeit der Diplomarbeit noch nicht zur Verfügung, somit können darüber keine Angaben gemacht werden.