Wiederbewaldung eines stehenden
Totholzbestandes
Andrea Kupferschmid, Walter Schönenberger (beide WSL)
Nach dem Sturm Vivian 1990 fielen am Gandberg (1100 - 1600m ü. M.) bei Schwanden (GL) rund 40 ha Fichtenwald dem Borkenkäfer zum Opfer. Bis heute sind rund 60% aller toten Fichten gebrochen, aber nicht entwurzelt worden. Die Hauptfrage meiner Dissertation, die durch Prof. Harald Bugmann, Walter Schönenberger und Peter Brang betreut wird, lautet: "Stellt sich die natürliche Waldverjüngung in den ungenutzten stehenden Totholzbeständen in genügender Menge und rechtzeitig ein, um den Schutz gegen Lawinen und Steinschlag zu gewährleisten, bevor die Schutzwirkungen des zerfallenden Bestandes aufhören". Seit 1994 wurde die Vegetationsentwicklung- und Verjüngung beobachtet. Auf der montanen Stufe kam flächendeckend Himbeergestrüpp auf. Fichte und Bergahorne sind erst 15 cm hoch, die wenigen Birken erreichen 2 m. Anhand dieser Daten wird für den Gandbergwald ein Modell entwickelt, welches die Ab- und Aufbauprozesse wiedergibt. Validiert wird das Modell mit Daten aus 128 (10m x 2m) Transekten durch den Gandbergwald, in denen die Kleinstandortstypen (z.B. Moosteppich, Himbeergestrüpp, liegendes Holz) und deren natürliche Verjüngung im Jahre 2001 quantifiziert wurden.