Erfassung der Lothar-Schäden und Bestandesdaten auf dem repräsentativen 4x4-km Sanasilva-Netz
Matthias Dobbertin (WSL)


Ziel des Teilprojektes ist es, Lothar-Schäden zu erheben und den Einfluss von Standort und Bestandesstruktur darauf zu untersuchen. Die Erhebung wurde durch Lothar-Gelder vom BUWAL finanziert. Aufgenommen wurde das 4x4 km-Netz der Sanasilva-Inventur im Lothar-Durchzugsgebiet und zusätzliche LFI-II-Flächen im Umkreis von Zürich und zwischen Thun und Langnau. Neben Einzelbaum- und Flächenschäden wurden Informationen zum Bestand und vorangegangener Nutzung erhoben.
Der Anteil geschädigter Flächen lag zwischen 40% auf dem 4x4 km-Netz und zwei Drittel im gebiet Thun-Langnau. Mehr als die Hälfte aller Schäden entfielen auf Streuschäden (< 40% Schaden auf der Probefläche). Der Anteil geschädigter Flächen stieg mit der Bestandeshöhe und dem Nadelbaumanteil. Fichten und Tannen waren doppelt so häufig geschädigt wie Laubhölzer. Bestände mit vorangegangener Nutzung, mit früheren Vivian-Schäden, auf Kuppen oder flach geneigten Hängen, sowie auf tiefgründigen Standorten wurden häufiger geschädigt, stufige Bestände und Bestände mit nach Westen vorgelagertem Bestandesschutz dagegen weniger häufig. Etwas mehr als 50% der geschädigten Tannen und Fichte wurden geworfen gegenüber rund 70% der Laubbäume.
Die Ergebnisse bestätigten zumeist die Erkenntnisse früherer Untersuchungen und zeigten, dass auch bei Lothar der Standort und der Bestandesaufbau mitentscheiden für die Sturmschäden war.