Kernthema: Wytweiden im Jura
Ziel
Touristisch attraktive Waldweiden im Jura, die Wytweiden, drohen
- bedingt durch den Strukturwandel der Landwirtschaft - zu verwalden.
Beweidungsexperimente sollen aufzeigen, welche Faktoren die Waldverjüngung
fördern oder erschweren und wie sich die unterschiedlichen
Behandlungen auf die Biodiversität auswirken. Die Resultate
dienen dazu, ökonomisch nachhaltige Nutzungen von Wald und
Weide vorzuschlagen, um die Wytweiden zu erhalten.

Fortschritte
(Stand 3. April 2002)
Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Workshop vom 7. Juli 2000 in
Neuenburg und aufgrund der laufenden Aktivitäten der Antenne
Romande (AR-WSL) zu diesem Thema wurde ein umfassendes Kernthema
definiert. Das Interesse an Waldweide-Ökosystemen setzt sich
aus folgenden Aspekten zusammen: (1) räumliche Struktur mit
unterschiedlichen Standorten und deren Eigenschaften wie z.B.
hohe Biodiversität, (2) vielseitige Nutzung durch den Menschen,
zur Hauptsache Weide- und Waldnutzung, (3) Auswirkungen des aktuellen
Strukturwandels in der Landwirtschaft, (4) Kombination divergierender
Interessen an der Landschaft: Optimierung von Nutzungsstrategien
zur gleichzeitigen Erhaltung der Biodiversität und der Produktivität.
Zum Thema Waldweide im Jura wurden vier Projektskizzen eingereicht.
Um die recht unterschiedlichen Forschungsansätze und -objekte
dieser Skizzen in geeigneter Weise zu kombinieren, wurden zusätzliche
Institutionen und Ingenieurbüros zur Zusammenarbeit eingeladen.
Die Behandlung des Kernthemas erfolgt in verschiedenen Massstäben
und Ebenen: Populationen, Lebensgemeinschaften, Landschaften,
Bewirtschaftung. Verschiedene Arbeitsschritte sind vorgesehen:
Zustandsbeschreibung, Zustandsanalyse, Prozessanalyse, Darstellung
der Zustände bzw. Bestimmung der Repräsentativität
mittels GIS, Zustandsmodellierung, Simulation von Szenarien, sozio-kulturelle
Untersuchung, Umsetzung der Resultate. Um diese vielseitigen Aspekte
in geeigneter Form miteinander verbinden zu können, wird
das Netzwerk von WissenschafterInnen, die Untersuchungen zur Waldweide
im Jura anstellen, laufend erweitert. Stark wissenschaftlich ausgerichtete
Projekte (Grundlagenforschung) werden als Forschungsgesuche beim
NF eingereicht. Bereits zwei Projekte können auf diese Weise
finanziert werden. Projekte mit stärkerem Praxisbezug werden
beim Buwal oder beim Fonds Landschaft eingereicht. Entsprechend
der Ausrichtung der Forschungsarbeiten werden die Produkte ein
unterschiedliches Zielpublikum ansprechen (z.B. wissenschaftliche
Publikationen als Hauptprodukt der Grundlagenforschung).
Du point de vue écologique, le pâturage boisé
présente des propriétés nouvelles (structures,
fonctions) par rapport aux deux milieux originels dont il est
« issu»: le pâturage et la forêt. Tant
l'intensification de son utilisation pastorale que son extensification
conduisent à une banalisation écologique et paysagère.
On s'interroge sur les moyens de préserver ces écosystèmes
originaux et d'arriver à concilier les intérêts
agricoles, forestiers, touristiques et écologiques. La
solution passe par une approche globale (transdisciplinaire) et
concertée de ces milieux, qui doit s'ouvrir sur des solutions
concrètes de gestion. Le défi qui se présente
actuellement est donc de concilier les différents intérêts
en jeu, en définissant des stratégies de gestion
qui satisfassent à la fois aux vues conservationnistes
(p. ex. maintien de la biodiversité) et utilitaires (production).
Le but du thème de recherche «Pâturages boisés
du Jura» est de développer des projets qui permettent
de consolider les connaissances de base nécessaires pour
maintenir le fragile équilibre de cet écosystème.
Il est prévu de travailler à différentes
échelles et selon différents points de vue: populations
(p. ex. régénération des arbres), communautés
(p. ex. diversité de la végétation en relation
avec les structures en mosaïque), paysage (p. ex. perception
par le public, gestion).

Projekte und Konzepte (fett: Arbeiten
bereits begonnen)

Breaking News
März 2002: Das Forschungsgesuch "Influence
of cattle activity on tree regeneration in wooded pastures - CATTREE"
wird vom SNF nicht unterstützt.
August 2001: Aus verschiedenen Gründen konnte die Projektskizze
von Jean-Daniel Gallandat et al. nicht zu einem Forschungsplan
ausgearbeitet werden. Im Rahmen des NFP48 bestehen damit nur noch
geringe Chancen für eine Mitarbeit.
16. Mai 2001: Jean-Daniel Gallandat et al. erhielten mit ihrer
Projektskizze PASTORALP den Zuschlag für die
Ausarbeitung des Forschungsplans. Wir gratulieren!

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