Modul 1: Problemwahrnehmung durch Nutzergruppen

Leiterin: Karin Hindenlang


Das Problemfeld Wald-Wild-Kulturlandschaft steht im Überlappungsbereich zwischen Wissenschaft und Ressourcennutzung. Die Ökologie als Wissenschaft ist bestrebt, die Zusammenhänge und die Dynamik in den verschiedenen räumlichen und zeitlichen Massstäben zu verstehen. Ressourcennutzer jedoch, unabhängig von ihren je nach Interessensgruppe (Forst- und Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz, Erholungssuchende, etc.) unterschiedlichen Nutzungszielen, verlangen primär nach stabilen und vorhersehbaren Zuständen mit steuerbarer Dynamik. Diese sind meist in einen festen räumlichen und zeitlichen Massstab eingebunden. Der Einfluss der Huftiere auf die Vegetation ist ein Teil der Dynamik von Ökosystemen. Für die forstlichen Ziele kann er zu einem Störfaktor resp. Schadenfaktor werden. Im einzelnen Fall hängt jedoch die Wahrnehmung und Bewertung eines gegebenen Wildtiereinflusses als Schaden von einer Vielzahl von Faktoren ab. Dies führt häufig zu fehlender Differenzierung in der Diskussion des Wald-Wild-Problems und zu Verständigungsproblemen unter den Beteiligten.


Das Ziel dieses Moduls ist es:

  • Die Einstellung und Ansprüche der verschiedenen Nutzergruppen gegenüber der Wald-Wild-Problematik und Artenschutzfragen im Wald zu verstehen
  • Eine gemeinsame begriffliche Basis aller Beteiligten zu schaffen, die die Aufarbeitung und Lösung von Nutzungskonflikten erleichtert
  • Geeignete Verfahren und Instrumente für ein angepasstes Wald-Wild-Management zu entwickeln unter Berücksichtigung aktueller Forschungsresultate

Das Modul 1 besteht aus 2 Projekten, die diesen Zielen nachgehen.




© 1998-2012 WSL - - - First published: Februar 25 2004 - Last Update: Thu Feb 26 2004