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Wie viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht in Schweizer Wäldern?Seit 30 Jahren erstellen Experten verschiedene "Rote Listen" von ausgewählten Tier- und Pflanzenartengruppen der Schweiz. Sie überprüfen damit, ob diese Arten bedroht oder sogar ausgestorben sind – oder ob sie nicht gefährdet sind.
Rote Listen: Fieberthermometer des NaturschutzesIn der Schweiz sind 45'980 Pflanzen-, Tier- und Pilzarten sowie Mikroorganismen bekannt. Davon wird ein Viertel der Arten von Experten überwacht und in "Roten Listen" ihr Gefährdungsgrad erfasst. Bisher sind 27 "Rote Listen" für Organismengruppen wie Fledermäuse, Bienen, Amphibien oder Grosspilze entstanden. Sie zeigen:
Die Anzahl ausgestorbener und bedrohter Arten für jede der 27 Roten Listen findest du in dieser Tabelle.
Keine offizielle Anzahl für den WaldSeit 150 Jahren sind (mindestens) 255 Arten in der Schweiz ausgestorben, nicht alle von ihnen lebten im Wald. Bei den Säugetieren sind hauptsächlich der Braunbär und der Wolf gemeint, die aber seit einigen Jahren in die Schweiz zu kommen scheinen. Ob sie sich vermehren, ist noch nicht bekannt.
Weniger bedrohte Arten im Wald als in anderen ÖkosystemenIn den Wäldern der Schweiz sind heute etwa 32‘000 Arten bekannt. Von 10'350 weiss man, wie häufig sie sind, ein Drittel (3'741) von diesen ist bedroht. Wenn man nur typische "Waldarten" anschaut, also Arten, die nur im Wald leben können, sind 739 Grosspilze, 165 Flechten, 101 Pflanzen, 64 Moose, 119 Käfer, 10 Vögel und 48 weitere Tierarten bedroht.
Die Artenzahlen nehmen trotzdem abEs gibt heute viele Waldreservate, mehr naturverjüngte Wälder und mehr Totholz im Wald als früher. Dieses kommt vielen Tieren, Pflanzen und Pilzen zugute. Die Roten Listen zeigen allerdings, dass alle bisherigen Bemühungen noch nicht ausreichen, um die Artenvielfalt in der Schweiz zu erhalten. Das Risiko auszusterben nimmt sogar zu. Wie andere Länder, die sich 2010 bei der Biodiversitätskonvention in Nagoya getroffen haben, hat sich die Schweiz dazu verpflichtet, mehr für bedrohte Arten zu unternehmen.
Wie lassen sich bedrohte Arten in Schweizer Wäldern fördern?
An der WSL...
...
untersuchen Forschende die Beziehungen zwischen gefährdeten Arten und ihren
Lebensräumen, um wissenschaftlich fundierte Massnahmen für deren Schutz zu
entwickeln (z.B. für Flechten, Pilze, Auerhuhn, Fledermäuse). An der WSL werden
die nationalen Datenzentren für Pilze und Flechten unterhalten und die Roten
Listen für diese Arten erhoben.
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