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Leben freie Wölfe in unseren Wäldern, und wenn ja, wie viele?

Rotkäppchen
Bei Begegnungen auf kurze Distanz flüchtet ein Wolf selbst vor Kindern. Trotzdem kann jedes Wildtier, wenn in die Enge getrieben oder verwundet, einen Menschen verletzen. Deshalb: Falls du je einen Wolf sehen solltest, verhalte dich ruhig und versuche nicht, dich anzunähern.

Wo es Wölfe gibt, kommen sie vorwiegend da vor, wo sie sich von Menschen nicht fürchten müssen, und wo sie genügend Nahrung und Platz finden. Sehr grosse Wälder eignen sich deshalb gut, aber auch grosse Grasland-Gebiete, wenn sie dort nicht gestört werden.

Nachdem die letzten Wölfe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Wallis, dem Tessin und im Jura getötet wurden, gab es bis 1995 keine Wölfe in der Schweiz. Dann wanderten die ersten Wölfe in den Unterwalliser Alpen ein.

Laut dem Forschungsprogramm KORA wurden im Jahr 2012 neun verschiedene Wölfe in der Schweiz nachgewiesen. KORA koordiniert Forschungsprojekte über Luchs, Wildkatze, Wolf und Bär in der Schweiz.

An der WSL...

... ergab 1999 eine breite Umfrage, dass die Präsenz der Raubtiere Wolf, Luchs und Bär gut akzeptiert wird. Es traten jedoch deutliche Unterschiede der Meinungen auf dem Land und in der Stadt auf. Auf dem Land, wo das Auftauchen der Raubtiere eher möglich ist, wurden sie mehr gefürchtet als in der Stadt.
Neue Untersuchungen der WSL werden in 2012 zeigen, ob sich an der Akzeptanz der Raubtiere in der Zwischenzeit etwas geändert hat.

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