Begriffe
Ausläufer:
Seitensprosse mit
verlängerten Internodien, die der vegetativen Vermehrung
dienen Die Tochtersprosse können horstig angeordnet sein
binsenförmiges
Blattgewebe:
Blattspreiten hohl,
mit schwammigem Gewebe gefüllt, oder
längsröhrig.
Blatthäutchengrösse:
vgl. Ligula
Blattscheidenhautkragen:
Die ventrale Haut der Blattscheide ist mit dem freien Hautsaum der Ligula
röhrig verbunden. Die Höhe dieser Verbindung muss in einem gewissen
Verhältnis zum Blattscheidendurchmessen stehen (mehr als ca. ein Viertel oder so).
Das Merkmal sollte an Blättern mit voll ausgebildeter Spreite beurteilt
werden. Es ist an Blättern mit reduzierter Spreite oft nicht genügend
ausgebildet.
(vgl.
Fig. 11.2)
Blattscheidenhautlappen:
Die vordere
Scheidenwand
ist wie eine Zunge hochgezogen (vgl. Fig. 11.3)
dreikantig
verwachsene
Spitze (Dreikantspitze):
Die Faltung des
Blattes
geht nicht bis ganz zur Spitze, so dass der Querschnitt der Blattspitze
dreieckig ist
durchbrechende
Triebe (extravaginale Triebbildung):
Die Tochtersprosse
druchstossen die grundständigen Scheiden der
Muttersprosse
extravaginale
Triebbildung:
vgl. durchbrechende
Triebe
Faserschopf:
Die
grundständigen
Scheiden lösen sich in Fasern auf, welche längere Zeit (bis
mehrere
Jahre) überdauern können. (vgl. Fig.
15.1)
gitternervige
Blattscheiden:
Die Nerven der
hinteren Blattscheidenwände weisen Querverbindungen auf (oft nur im
durchscheinenden Gegenlicht oder auf der Innenauskleidung der Blattscheiden
zu sehen).
intravaginale
Triebbildung:
vgl. umscheidete
Triebe
Knickrandblätter:
Die Blätter
sind doppelt gefaltet mit einem Kiel auf der Blattunterseite und
(meist) 2 Kielen auf der Blattoberseite.
lappig verwitternde
Scheiden:
Die Blattscheiden
(z.T. auch die grundständigen spreitenlosen Scheiden) zerfallen ohne
Hinterlassung eines Gefässbündelnetzes (vgl. Fig.
13)
Ligula
(Blatthäutchen):
Die Grösse der Ligula wird beschrieben mit der Höhe des mit der
Blattspreite verwachsenen Bogens sowie mit der Breite des freien
Hautsaumes. Wo nichts weiter vermerkt, beziehen sich die
Grössenangaben auf die Bogenhöhe.
netzfaserig
verwitternde
Scheiden:
Die Blattscheiden
(z.T. auch die grundständigen spreitenlosen Scheiden) zerfallen unter
Hinterlassung eines Gefässbündelnetzes (vgl. Fig.
14)
Scheinstängel:
Die Internodien der
sterilen Triebe sind gestaucht, die Blätter deshalb grundständig.
Die Scheiden der Blätter sind lang und hochgeschlossen. Bei den
vegetativen
Sprossen entsteht dadurch der Eindruck, es sei ein Stängel
vorhanden (vgl. Fig.
16).
Strohtunica:
Die hinteren
Scheidenwände überdauern mehrere Jahre und umhüllen den
Triebgrund (vgl. Fig.
15.2)
umscheidete
Triebe
(intravaginale Triebbildung):
Die Tochtersprosse
werden von den grundständigen Scheiden der Muttersprosse
umhüllt.
vordere
Scheidenwand:
Die der Blattspreite
gegenüberliegende Wand der Scheide.
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