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Das Pflanzenschutzlabor der WSL

Pflanzenschutzlabor
Westansicht (Foto: Reinhard Lässig/WSL)
Gewächshaus
Das Gewächshaus (Visualisierung)
Lageplan
 

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) betreibt die WSL an ihrem Hauptsitz in Birmensdorf ein Labor, in dem Schadorganismen für Holz und Sträucher diagnostiziert und Bekämpfungsmassnahmen sicher erforscht werden können.

Schadorganismen und ihre Risikogruppen

Im Labor können gebietsfremde Organismen mit potenzieller Schadwirkung auf Pflanzen untersucht werden, deren Einschleppung und Ausbreitung in der ganzen Schweiz verhindert werden soll. Dazu gehören Insekten, Bakterien, Pilze, Viren und Fadenwürmer (Nematoden). Abhängig von der Art und Höhe des Schadens, den diese Organismen gesunden Menschen, Tieren und Pflanzen zufügen können, werden sie in verschiedene Risikogruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1: In der Schweiz auf natürliche Weise verbreitet
  • Gruppe 2: Quarantäne-Organismen, die in der Schweiz bereits vorhanden sind
  • Gruppe 3: Quarantäne-Organismen bzw. gebietsfremde, potentiell invasive Organisemen, die in der Schweiz nicht oder nur lokal vorhanden sind.

Der Bau - September 2013 bis April 2014


Für Tätigkeiten mit besonders gefährlichen Schadorganismen, den sogenannten Quarantäne-Organismen, ist eine spezielle Sicherheitsinfrastruktur vorgeschrieben. Das Pflanzenschutzlabor ist so gestaltet, dass auch die höchsten Sicherheitsanforderungen bei der Erforschung von pflanzenschädigenden Organismen erfüllt werden.

Organismen, die nur unter Einhalt besonderer Sicherheitsanforderungen erforscht werden dürfen, sind zum Beispiel der Citrusbockkäfer (Anoplophora chinensis) und der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis), welche die einheimischen Laubbaumarten einschliesslich der Obstgehölze bedrohen. Oder Phytophtora ramorum, der Erreger eines Triebsterbens, der zum Absterben verschiedener Gehölze führt.

Verbesserte Diagnose- und Forschungsmöglichkeiten

Schon heute betreibt die WSL mit Waldschutz Schweiz ein Kompetenzzentrum für Fragen der Waldgesundheit und betreibt neben der Diagnose von forstlichen Pflanzenschäden auch Forschung zum Pflanzenschutz. Weiter berät sie forstwirtschaftliche Verbände und Betriebe, Forstdienste sowie Behörden und Ämter des Bundes und der Kantone. Bisher konnte die WSL diese Aufgaben nur eingeschränkt wahrnehmen.

Das Pflanzenschutzlabor ermöglicht neben der Diagnose auch umfassende Forschung im Zusammenhang mit Pflanzenschädlingen. So können mehrere Organismen gleichzeitig untersucht, Referenzkulturen gezüchtet sowie Schädlinge und befallene Pflanzen sicher gelagert werden. Diese Grundlage erlaubt der WSL, die Kenntnisse über derartige Organismen, deren Entwicklungsprozesse und die Interaktionen mit anderen Organismen zu verbessern und bei der Entwickung von Bekämpfungsmethoden gegen Schadorganismen mitzuwirken.

Innerhalb der WSL dient das Labor vor allem den Forschungsgruppen Waldschutz Schweiz, Phytopathologie und Mykorrhiza. Darüber hinaus steht das neue Sicherheitslabor für Forschungsprojekte mit Partnern aus dem In- und Ausland zur Verfügung.

Links

Das Bauprojekt

Am 12. Juli 2012 fand an der WSL eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden Uitikon und Birmensdorf statt:

Das Labor hat 2014 seinen Betrieb aufgenommen.

 

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