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Eindringlinge unter der Lupe: Portraits invasiver Arten

Hauptinhalt

 

Immer neue Tier- und Pflanzenarten wandern bei uns ein oder werden über die verschiedensten Wege aus anderen Kontinenten eingeschleppt. Hier stellen wir einige Arten vor, an denen die WSL forscht.

 

Artenportraits

Kastanienrindenkrebs

Kastanienrindenkrebs

Der Kastanienrindenkrebs ist eine gefährliche Rindenkrankheit der Edelkastanie, die durch den Pilz Cryphonectria parasitica verursacht wird.

Kastaniengallwespe

Kastaniengallwespe

Die aus China stammende Kastaniengallwespe befällt Edelkastanien. Sie wurde im Mai 2009 erstmals im Kanton Tessin beobachtet.

Kronenschäden Eschentriebsterben

Eschentriebsterben

Das Eschentriebsterben ist eine Pilzerkrankung, die sich seit 2003 in der Schweiz ausbreitet. Bereits sind 90 Prozent aller Eschen betroffen.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer darf sich in der Schweiz nicht etablieren. Er gilt weltweit als einer der gefährlichsten Schädlinge von Laubbäumen. Bild: Reinhard Lässig, WSL

Asiatischer Laubholzbockkäfer

Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist ein Quarantäneschädling, der 2011 in der Schweiz aufgetaucht ist. Bisherige Befälle konnten eliminiert werden.

Rotbandkrankheit der Föhre

Rotbandkrankheit der Föhre

Die seit 1998 in der Schweiz vorkommende Rotbandkrankheit ist ein Quarantäneschädling. Seit 2016 führt die WSL ein Monitoring der Krankheit durch.

 

 

Fotogalerie invasive Arten

Sie heissen Kudzu, Leuchtender Weichporling oder Buchsbaumzünsler: Hier stellen wir einige invasive Schädlinge in der Schweiz vor.

 
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Der asiatische Marienkäfer, erkennbar an der M-Zeichnung auf dem Halsschild, verdrängt die einheimischen Marienkäfer oder frisst sie gar auf. Bild: Kathrin Brugger, WSL
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Der in Ostasien heimische Buchsbaumzünsler trat in der Schweiz erstmals 2007 auf. Er verbreitete sich mit befallenem Pflanzenmaterial rasant im ganzen Land. Bild: Beat Wermelinger, WSL
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Der Tintenfischpilz stammt aus dem Inselreich zwischen Australien, Malaysia und Afrika. In der Schweiz tauchte er erstmals 1942 im Kanton Aargau auf. Bild: Markus Wilhelm, Basel
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Die Larven der winzigen Edelkastanien-Gallwespe entwickeln sich in so genannten Gallen. Bis zu 70 Prozent der Maroni-Ernte kann ausfallen, viele Äste sterben ab. Bild: Beat Wermelinger, WSL
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Durch das Wachstum ihrer Rhizome bildet die kanadische Goldrute dichte Bestände und verdrängt andere Pflanzenarten. Ihre Auspflanzung ist verboten. Bild: Thomas Reich, WSL
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Der Götterbaum wächst schnell, bis zu 2 Meter pro Jahr. In der Südschweiz bedrängt er vor allem die Edelkastanie, die zunehmend Stresssymptome aufweist. Bild: Kathrin Brugger, WSL
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Der Kirschlorbeer breitet sich vorwiegend durch Vögel aus. Diese verschleppen die Samen aus Gärten, Parks und illegalen Schnittgut-Deponien in den Wald. Bild: Kathrin Brugger, WSL
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Immergrüne Arten wie die Hanfpalme im Tessin verbreiten sich in siedlungsnahen Gebieten und verlassenen Wäldern stark. Bild: Kathrin Brugger, WSL
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Der ostasiatische Kudzu zählt zu den schlimmsten invasiven Arten der Welt. Im Tessin überwuchert er vorhandene Vegetation in wenigen Tagen. Bild: Erwin Jörg, Amt für Landwirtschaft und Natur, Münsingen
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Der nordosteuropäische Leuchtende Weichporling verbreitet sich kontinuierlich. Die WSL erfasst gemeldete Fundorte in einer Datenbank. Bild: Alfred Huber, Lottstetten (D)
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Der Asiatische Laubholzbockkäfer darf sich in der Schweiz nicht etablieren. Er gilt weltweit als einer der gefährlichsten Schädlinge von Laubbäumen. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Mit einem Schleudermechanismus breitet sich das drüsige Springkraut sehr rasch aus und verdrängt die einheimische Vegetation. Bild: Michèle Kaennel Dobbertin, WSL
 

Fotogalerie Asiatischer Laubholzbockkäfer

Im Herbst 2011 wurde der Asiatische Laubholzbockkäfer erstmals in der Schweiz nachgewiesen. Dieser eingeschleppte Käfer befällt verschiedene Laubholzarten – auch gesunde Bäume – und kann sie binnen weniger Jahre zum Absterben bringen. Die Fotos zeigen einige der Orte in der Schweiz, an denen Fachleute dem Käfer auf der Spur sind.

 
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Er kam in die Schweiz wie ein Dieb in der Nacht. Im Dunkel eines 24-Fuss-Containers, auf dem Wasserweg aus Rotterdam: Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB). Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Sandra Plattner vom Bundesamt für Landwirtschaft BLW und Stefan Beyeler vom Bundesamt für Umwelt BAFU überprüfen auf einem Lagerplatz in Frenkendorf (BL) einen Container auf Käferbefall. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Mit Hilfe einer Taschenlampe entdecken die beiden unter der ersten Palette ein winziges Häufchen Bohrmehl. «Für einen ALB ist dieses zu fein», sagt Plattner zu ihrem Kollegen. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Rheinhafen Birsfelden: einer der grossen Lagerplätze für eingeführte Lattenkisten mit asiatischem Granit und Basalt. Etwa 2006 muss der ALB durchs Netz der Einfuhrkontrolle geschlüpft sein. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Heute unterstützt auch Blikki die Kontrollen. Der ausgebildete ALB-Spürhund kann den Geruch dieser Käfer wahrnehmen, der Mensch kann dies nicht. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Der ALB-Spürhund Blikki kratzt bei der Käfersuche mit den Vorderpfoten am Verpackungsholz. Hier hat er Witterung aufgenommen. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Wenn Spürhunde im Freiland einen Befall entdecken, kommt der Insektenkundler Beat Forster von der WSL ins Spiel. Denn es ist Aufgabe der Forschungsanstalt, forstliche Schadorganismen zu bestimmen. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Nach der Fällaktion in Brünisried (Kanton Freiburg). Der vom kantonalen Pflanzenschutzdienst in Grangeneuve beauftragte Förster Roger Raemy sägt eine gefällte Weide in Stücke. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Gefälltes Holz wird vom Pflanzenschutzdienst als «ALB-befallenes Holz» markiert und darf von niemandem als Brennholz genutzt werden. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Beat Forster (WSL, rechts) untersucht zusammen mit Förster Roger Raemy jeden Zentimeter des Holzes, findet aber keinen Hinweis auf neuen ALB-Befall. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Bereits 2012 fand man in Winterthur 150 Käfer und etwa 330 Larven. Die Randsteine aus Granit kamen aus Ostasien über den Rhein nach Basel und wurden in Lattenkisten am Rande der Sulzerallee gelagert. Bild: Alexander Angst, WSL
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Ein fast fertig ausgebildeter Asiatischer Laubholzbockkäfer im Holz eines der an der Sulzerallee in Winterthur gefällten Baumes. Bild: Alexander Angst, WSL
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Der etwa drei Zentimeter lange, schwarze Asiatische Laubholzbockkäfer mit den weiss bis gelblich gepunkteten Flügeldecken gilt in Europa als «besonders gefährlicher Schadorganismus». Bild: Alexander Angst, WSL
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Der Spürhund von Daniel Hagemeier (Anoplophora Spürhunde Schweiz) hat Witterung aufgenommen. Der Labrador Retriever hält seine Nase in den Wind bellt. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Es raschelt in der Krone einer Rosskastanie. Noch vor der Flugzeit der Käfer hangeln sich zwei Baumpfleger angeseilt von Ast zu Ast und untersuchen den Laubbaum auf ALB-Befall. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Baumpfleger untersuchen einen verdächtigen Laubbaum auf ALB-Befall. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Eine Larve und ein Käfer des in Marly (Kanton Freiburg) gefundenen Asiatischen Laubholzbockkäfers. Sicher verwahrt für weitere Untersuchungen durch die WSL. Das Holz zeigt Ausfluglöcher des Käfers. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Die Forschenden der WSL fanden im gefällten und aufgespaltenen Holz zahlreiche Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers. Bild: Reinhard Lässig, WSL
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Marly, im Juli 2014: Ein Asiatischer Laubholzbockkäfer auf einem befallenen Stück Laubholz. Über 150 Käfer wurden dort festgestellt. Bild: Reinhard Lässig, WSL
 

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