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Fels in Bewegung: Steinschlag

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Wir erforschen Steinschlagprozesse, um das Risiko von fallenden Steinen genauer abschätzen zu können und den Schutz davor zu verbessern. Hierfür stürzen wir selbst Steine in die Tiefe – entweder im freien Gelände, im Labor, oder simuliert in einem Computermodell.

 

In einem Gebirgsland wie der Schweiz sind Steinschläge häufig. Weil sie zu tödlichen Unfällen, Strassen- und Gebäudeschäden führen können, suchen wir nach Möglichkeiten, die Bevölkerung davor zu schützen, zum Beispiel mit Schutzzäunen, Steinschlaggalerien oder –dämmen und Schutzwäldern.

Wie fallen Steine?

Wir untersuchen, wie unterschiedlich geformte Steine fallen: Wie schnell, wie hoch und wie weit springen sie? Hierfür rüsten wir natürliche und künstliche Steine im Innern mit empfindlichen Sonden aus und lassen sie im Labor und im Feld Hänge hinunterrollen. Dabei messen wir die Flugbahnen, Beschleunigungen und die Drehgeschwindigkeiten der Steine.

 
 
 
 

Diese Informationen fliessen in unsere Software RAMMS::Rockfall ein. Damit können Felsblöcke simuliert werden, die über flaches oder steiles, bewaldetes oder felsiges Gelände in die Tiefe stürzen. Das Modell berechnet, mit welcher Wucht die Steine bei Bodenkontakten aufprallen und ob sie Infrastruktur oder Gebäude treffen würden. Dies hilft Ingenieuren, die kantonalen Steinschlag-Gefahrenkarten zu verifizieren.

Häufig bietet der Wald den besten und kostengünstigsten Schutz gegen Steinschläge. In unserem Standort in Cadenazzo erforschen wir zum Beispiel, ob sich die Schutzfunktion des Waldes verändert, wenn der Götterbaum, eine im Tessin invasive Baumart, den Wald besiedelt. Hierfür untersuchen wir in Feld- und Laborexperimenten, wie robust diese Neophyten gegen die Wucht von Steinschlägen sind.

 

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