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Schweiz an Arctic Circle Assembly mit WSL-Direktor Konrad Steffen

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07.10.2016  |  News

 

Eine schweizerische Delegation, geleitet von Staatssekretär Yves Rossier, nimmt heute Freitag in Reykjavik, Island, an der Konferenz „Arctic Circle“ teil. Die Schweiz wurde als Gastland eingeladen, um ihr langjähriges und umfangreiches Engagement in der Region vorzustellen, das über Wissenschaftskreise hinaus nur wenig bekannt ist. Mit dabei ist auch WSL-Direktor Konrad Steffen.

 

Der „Arctic Circle“ ist heute die wichtigste und grösste internationale Versammlung aller Stakeholder in der Arktik-Region aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Sie wurde vor vier Jahren vom damaligen isländischen Präsidenten Olafur Ragnar Grimsson ins Leben gerufen und wird seither von ihm präsidiert. Die Arktis und damit auch seine wichtigste Konferenz haben in den vergangenen Jahren durch den Klimawandel, die Aussicht auf neue Handelsrouten und Rohstoffvorkommen stark an geostrategischer Bedeutung gewonnen. Unter den diesjährigen Keynote-Speakern befindet sich auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Die Elemente der schweizerischen Beteiligung:

  • „Swiss Country Session“:  Eröffnung durch Staatssekretär Yves Rossier; Panelgespräch mit Prof. Dr. Konrad Steffen (Direktor WSL), Prof. Dr. Matthias Finger (EPFL), Dr. Frederik Paulsen (Co-Founder Swiss Polar Institute SPI) und Frau NR Tiana Moser.
  • Ausstellung „Swiss Camp“: Während der viertägigen Konferenz wird im Konferenzzentrum Harpa eine interaktive Ausstellung in Form des stilisierten „Swiss Camps“ über die schweizerische Arktispolitik informieren. Das Original ist eine vor rund zwanzig Jahren von Prof. Steffen etablierte Forschungsstation im Grönlandeis. Die interaktive Ausstellung wurde konzipiert von focusTerra/ETHZ (Dr. Ulrike Kastrup) und realisiert von Daehlerconcept, Büro Haeberli, Raumprodukt und Petit Grégoire Videolabor
  • Break-Out-Session: Eine weitere Veranstaltung, geleitet von Prof. Dr. Yvon Csonka (BfS) zeigt und diskutiert eine Kurzversion des Films „Sila and the Gatekeepers“ der schweizerischen Dokumentarfilmerin Corina Gamma, unter Beizug von Aqqaluk Lynge (Head of the Inuit Human Rights Centre, Inuit Circumpolar Council, Greenland) und Martha Cerny (Kuratorin der Cerny Inuit Collection, Bern).

Die schweizerische Beteiligung findet vor dem Hintergrund der Kandidatur für den Beobachterstatus der Schweiz im Arctic Council (nicht zu verwechseln mit dem Arctic Circle) statt, gemäss einem Beschluss des Bundesrats von 2014. Der Arctic Council ist das intergouvernementale Forum der acht Arktis-Anrainerstaaten Dänemark, Island, Kanada, Finnland, Norwegen, Russland, Schweden, USA. Der alle zwei Jahre wechselnde Vorsitz liegt bis im Frühling 2017 bei den USA.

(Aus einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA)

 

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