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Scharfe Bilder und stechende Chemikalien

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32 Mädchen und 11 Buben durften am Zukunftstag an der Eidg. Forschungsanstalt WSL im Chemielabor echtes Silber herstellen, Steinschläge mit Murmeln nachmachen und ihr Handy in ein Mikroskop verwandeln. Mit dabei waren auch dieses Jahr wieder 15 Mädchen, die im Rahmen des Spezialprogramms «Mädchen – Technik – Los!» an die WSL gekommen sind.

 

Begeistert hantierten die Kinder – vorschriftsgemäss mit Labormantel, Gummihandschuhen und Schutzbrille geschützt – im Labor mit Chemikalien und schrieben ihre Beobachtungen auf. Sogar einen Zauberkasten, der unsichtbare «Tinte» sichtbar machte, gab es. Viel lärmiger und wilder ging es im Grossraumlabor der WSL zu, wo die Kinder Steine oder Murmeln auf einer schiefen Ebene herunterpurzeln liessen und dies mit einer Hochgeschwindigkeitskamera filmten – Steinschlagprozesse in Miniatur.

Dass es für Forschung nicht immer teure Spezialausrüstung braucht, erfuhren die Kinder im Mikroskopielabor. In jedem Smartphone steckt ein kleines Mikroskop: Mit einer Zusatzlinse vergrössert sehen Schmetterlingsfühler ganz schön gruselig aus! Die Kinder beobachteten zudem, was passiert, wenn man Salzwasser auf Zwiebelzellen gibt: Das Zellinnere schrumpelt zusammen.

Eine Landschaft ganz nach ihren Vorstellungen bauten sich die Kinder in einem der Sitzungszimmer zusammen – das Shoppingcenter durfte nicht fehlen, die Strassen schon. Ob die WSL-Landschaftsforschenden ihre Ideen wohl aufgreifen und wie eine Städteplanerin umsetzen würden? Labor- und Arbeitsplatzbesuche bei weiteren WSL-Mitarbeitenden – einer Pilzforscherin, einem Föhrenzapfenpflücker und einem Luftbildanalytiker – rundeten das Programm ab. «Dort, wo wir mitarbeiten oder basteln durften, war es am tollsten», fand Ylenia (12) am Ende. Zum Schluss machte eine echte Forschungsdrohne von allen Kindern ein Foto aus der Luft.