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POLAR2018 – Wo die Pole sich treffen

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Internationale Konferenz beginnt heute in Davos

19.06.2018  |  News WSL  |  News SLF

 

Veränderungen in den Polarregionen haben grossen Einfluss auf das globale Klima, auf Ökosysteme und Gesellschaften weltweit. Mehr als 2000 Forschende und Entscheidungsträgerinnen und -träger kommen diese Woche in Davos zusammen, um die neusten Forschungsergebnisse aus der Arktis, der Antarktis und aus Hochgebirgsregionen zu diskutieren.

 

Veränderungen in den Polarregionen haben grossen Einfluss auf das globale Klima, den Anstieg des Meeresspiegels, Ökosysteme, die Lebensgrundlagen indigener Bevölkerungsgruppen, aber auch auf Transportwege und die Ausbeutung von Bodenschätzen, um nur einige Bereiche zu nennen. “Was an den Polen geschieht, betrifft uns alle”, sagt Michael Lehning, Vorsitzender des lokalen Organisationskomitees der POLAR 2018. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt streben danach, die Veränderungen in den Polarregionen besser zu verstehen, damit wir uns an die Auswirkungen des veränderten Klimas anpassen können. Es ist wichtig, dass Forschende Erkenntnisse austauschen und kritisch diskutieren, aber dieses Wissen auch mit der breiten Öffentlichkeit teilen.” Die Bevölkerung ist deshalb während der Tagung zu zwei öffentlichen Abendveranstaltungen und einer Ausstellung mit Kunst aus dem hohen Norden eingeladen (siehe unten).

 

Die Tagung POLAR2018, ein gemeinsames Treffen des „Scientific Committee on Antarctic Research“ (SCAR) und des „International Arctic Science Committee“ (IASC), bringt Expertinnen und Experten sowie Entscheidungsträgerinnen und -träger aus aller Welt zusammen. Zum ersten Mal seit dem Internationalen Polarjahr 2007 – 2008 versammeln sich die führenden Organisationen der Erforschung von Arktis und Antarktis wieder am selben Ort. Forscherinnen und Forscher aus aller Welt werden über aktuelle Forschungsergebnisse aus der Arktis, der Antarktis und aus Hochgebirgsregionen berichten und zukünftige Forschungsrichtungen diskutieren. Laut der Konferenzmanagerin Anja Schilling Hoyle nehmen an der Tagung, die heute in Davos beginnt, mehr als 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil. In ihrer gemeinsamen Grussbotschaft zur Eröffnung der Konferenz sagten die Vorsitzenden von IASC und SCAR, Susan Barr und Steven Chown: “Unser Treffen findet zu einem kritischen Zeitpunkt in der Erdgeschichte statt. Die Polarregionen sind entscheidend für das Funktionieren des Systems Erde, sie beheimaten produktive und einzigartige Ökosysteme, und sie sind Vorboten des globalen Wandels.“

 

Programm

Die Open Science Conference umfasst Forschungsvorträge zu Themen, die von Naturwissenschaften bis Geschichte und von Sozialwissenschaften bis zu Medizin reichen. Weitere zentrale Elemente der Tagung bilden Keynote-Präsentationen, Mini-Symposien, Posterpräsentationen und Ausstellungen. Das jährliche Symposium des „Council of Managers of National Antarctic Programs“ (COMNAP) wird ebenso während der Konferenz abgehalten wie ein Vortrag des „Arctic Observing Summit“ 2018, der sich direkt an die Open Science Conference anschliesst.

 

Organisation

Die Tagung POLAR2018 wurde vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF organisiert, das selbst in der Alpenstadt Davos beheimatet ist. Die Tagung ist eine gemeinsame Veranstaltung des „Scientific Committee on Antarctic Research“ (SCAR) und des „International Arctic Science Committee“ (IASC). Gastgeber für die Sitzungen von SCAR, die „Arctic Science Summit Week“ (ASSW), die IASC-Arbeitstreffen, die Open Science Conference und der „Arctic Observing Summit“ (AOS) ist die Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL unter dem Patronat der Schweizerischen Kommission für Polar- und Höhenforschung.

 

 

Öffentliche Veranstaltungen

Die Öffentlichkeit ist während der Tagung POLAR2018 in Davos zu einer Ausstellung und zwei Abendveranstaltungen eingeladen.

Weitere Informationen

 

 

Scientific Committee on Antarctic Research

SCAR ist eine interdisziplinäre Organisation des Internationalen Wissenschaftsrats (ICSU), die  hochqualitative, internationale Forschung in der Antarktis und über die Rolle der antarktischen Region im globalen System initiiert, weiterentwickelt und koordiniert. Zudem unterstützt sie die Politik mit unabhängiger, wissenschaftlicher Beratung.

International Arctic Science Committee

IASC ist eine internationale, wissenschaftliche Nichtregierungsorganisation mit dem Ziel, die Zusammenarbeit in allen Aspekten der Arktisforschung in allen an der Arktisforschung beteiligten Staaten und in allen Regionen der Arktis zu fördern und zu unterstützen. IASC fördert und unterstützt führende, multidisziplinäre Forschung, um das wissenschaftliche Verständnis für die arktischen Regionen und ihre Rolle im System Erde zu fördern.

Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

Die WSL überwacht und erforscht Wald, Landschaft, Biodiversität, Naturgefahren sowie Schnee und Eis. Sie ist ein Forschungsinstitut des Bundes und gehört zum ETH-Bereich. Die WSL ist Gründungsmitglied des Swiss Polar Institute. Das WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung SLF ist seit 1989 Teil der WSL.

WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF

Das SLF ist Teil der Eidg. Forschungsanstalt WSL und gehört damit zum ETH-Bereich. Seine Aufgaben sind Forschung und wissenschaftliche Dienstleistungen rund um Schnee, Lawinen, weitere alpine Naturgefahren, Permafrost und Gebirgsökosysteme. Seine bekannteste Dienstleistung ist das Lawinenbulletin.  

 

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