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Ausbreitung Föhrenkrankheiten in der Schweiz

 

Die Föhren in der Schweiz sind von drei besonders gefährlichen Pilzen Dothistroma septosporum und D. pini, die Verursacher der Rotbandkrankheit, sowie Lecanosticta acicola, der Verursacher der Braunfleckenkrankheit bedroht. Diese Erreger befallen hauptsächlich Föhren (Gattung Pinus), betroffen sind aber auch andere wichtige Nadelhölzer wie die Fichte. Um diese Bäume zu schützen, wird im Rahmen dieses Projektes die Ausbreitung, Biologie und das Wirtspektrum dieser Nadelkrankheiten erforscht.

Die Rotband- und Braunfleckenkrankheit wurden jeweils 1989 und 1995 zum ersten Mal in der Schweiz beobachtet. Lange Zeit waren ausschliesslich Bergföhren (Pinus mugo) im Siedlungsgebiet wie Parks, Privatgärten und Friedhöfen betroffen. Im Jahre 2013 wurde jedoch die Rotbandkrankheit das erste Mal auch im Schweizer Wald beobachtet, die Braunfleckenkrankheit 2016. Daraufhin wurde ein gesamtschweizerisches Monitoring zum Vorkommen der Pilze durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass Föhren im Wald öfters befallen sind als angenommen. Betroffen sind vor allem Wald- und Bergföhren wobei auch mit Rotbandkrankheit infizierte Fichten im 2017 im Wald entdeckt wurden. Diese Fichten wurden bisher nur in unmittelbarer Nähe zu stark erkrankten Föhren gefunden.

Basierend auf den Erkenntnissen des Föhrenmonitorings 2016, wurde 2017 eine differenzierte Strategie erarbeitet. Diese besteht aus einer Kombination von Präventions- und Tilgungsmassnahmen in den befallsfreien Gebieten (Kantone GR, TI und VS) und von Schadensbegrenzungsmassnahmen im Eindämmungsgebiet (Rest der Schweiz). Dazu braucht es mehr Wissen über Ausbreitungs- und Vermehrungsmechanismen dieser Pilzarten.

Das vorliegende Projekt sollte folgende Fragen beantworten:

A) Welche Ausdehnung haben die ausgewählten Krankheitsherde im Wald und wie vermehren sich die Pathogene im Wald?

B) Wann und wie weit verbreiten sich RBK und BFK in einem Waldbestand?

C) Unter welchen Bedingungen werden Fichten von der RBK befallen?