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Auswirkungen der Produktion erneuerbarer Energien auf die wahrgenommene Landschaftsqualität

 

Die Rolle der mit erneuerbaren Energien verbundenen Konnotationen in Bezug auf deren Akzeptanz

 

Ein Ziel der Schweizer Politik ist es, in naher Zukunft die Energiewende zu erreichen. Insbesondere die Energieproduktion durch erneuerbare Energien soll hierbei gefördert werden. Einige der erneuerbaren Energieproduktionsformen, wie beispielsweise Windkraft- oder Photovoltaikanlagen, sind innerhalb des Landschaftsbildes hoch exponiert und können die wahrgenommene Landschaftsqualität beeinträchtigen. Das Projekt zielt darauf ab, einen Einblick in die Einstellungen der Bevölkerung zu den Auswirkungen erneuerbarer Energien auf die wahrgenommene Landschaftsqualität zu erhalten. Insbesondere die Rolle der Konnotationen, die den jeweiligen Landschaftsveränderungen zugeschrieben werden, soll hierbei berücksichtigt werden.

Im Jahr 2011 beschlossen der schweizerische Bundesrat und das Parlament den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie. Um dies zu erreichen ist eine Umstrukturierung des schweizerischen Energiesystems erforderlich, bei der insbesondere die Energieproduktion aus erneuerbaren Energien gefördert werden soll. Die Errichtung neuer Produktionsstandorte und der Ausbau bestehender Standorte, kann die wahrgenommene Landschaftsqualität beeinflussen, da einige der erneuerbaren Energieproduktionsformen, wie beispielsweise Windkraft- oder Photovoltaikanlagen, innerhalb des Landschaftsbildes hoch exponiert sind. Solche Veränderungen der wahrgenommenen Landschaftsqualität könnten die öffentliche Meinung hinsichtlich erneuerbarer Energien beeinflussen, zu Akzeptanzproblemen innerhalb der Gesellschaft führen und somit schließlich die Umsetzung der Energiewende als solche in Frage stellen.

Jedoch ist die Haltung der Bevölkerung gegenüber den Auswirkungen erneuerbarer Energien auf die Landschaftsqualität weithin unklar. Insbesondere ist unklar, welche Konnotationen innerhalb der Bevölkerung mit verschiedenen Landschaftselementen erneuerbarer Energien verbunden sind. Ziel des Projektes ist es, die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber den Auswirkungen erneuerbarer Energien auf die wahrgenommene Landschaftsqualität zu erfassen. Ein Schwerpunkt wird hierbei auf den Konnotationen, die mit der Produktion, Speicherung und Übertragung von erneuerbaren Energien verbunden sind, liegen.

Zu beantwortende Forschungsfragen:

  • Was sind die Konnotationen, die innerhalb der Bevölkerung mit den verschiedenen Landschaftselementen erneuerbarer Energien verbunden sind?
  • Werden Produktionsanlagen erneuerbarer Energien beispielsweise als ein (weiteres) "Zeichen der fortschreitenden Entfremdung des Menschen von der Natur" gesehen? Oder stellen sie ein (potentielles) "Symbol des Fortschritts zu einer nachhaltigen Gesellschaft" dar?

Methoden

In ausgewählten Untersuchungsgebieten werden zunächst problem-zentrierte Interviews durchgeführt, um grundlegende Informationen zu möglichen Einstellungen gegenüber den Landschaftselementen erneuerbarer Energien zu erhalten. Die in dieser Phase erfassten qualitativen Daten dienen als Grundlage für die Konstruktion eines standardisierten Fragebogens. Im zweiten Teil wird eine bundesweit repräsentative Bevölkerungsumfrage mithilfe eines standardisierten Fragebogens durchgeführt. Der Fragebogen schliesst Visualisierungen der verschiedenen Szenarien "energiebedingter" Landschaftsveränderungen ein.

Finanzierung

Das Projekt wird von der WSL finanziert.

Details zum Projekt

Projektdauer

2014 - 2016

Projektleitung

Dr. Marcel Hunziker