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Gefahrengrundlagen für Extremhochwasser an Aare und Rhein (EXAR)

 

Das Projekt EXAR hat zum Ziel, eine einheitliche Datengrundlage zu schaffen, um die Gefährdung von flussnahen Anlagen durch extreme Hochwasserereignisse an der Aare und am Rhein neu zu beurteilen.

 

Projektziele Hauptstudie

  • Beurteilung der Gefährdung durch Extremhochwasser in Kombination mit Versagensprozessen von Bauwerken (Wahrscheinlichkeiten von 10-3 bis 10-7) an der Aare anhand von einheitlichen Gefahrenszenarien. In einer zweiten Etappe (nach 2019) wird die Gefährdung am Rhein genauer betrachtet.
  • In der gemeinsamen Datengrundlage sollen Pegelstände, Fliessgeschwindigkeiten, morphologische Veränderungen des Fliessgewässers und Ereignishäufigkeiten erfasst werden.
  • Es sollen auch andere Gefahrenprozesse, die im Zusammenhang mit Hochwasser auftreten können, einbezogen werden (Interaktionen). Dabei werden Phänomene wie Erosion, Gerinneverlagerung, Geschiebeablagerung, Rutschungen, Verklausungen sowie Dammbrüche berücksichtigt.
 

Projektorganisation

Projektauftraggeber sind BAFU, BFE, ENSI, BABS und MeteoSchweiz, wobei die Projektleitung beim BAFU liegt (siehe Projektbeschrieb).

Die einzelnen Aufgabenbereiche innerhalb des Projektes sind insgesamt vier Arbeitspaketen (AP) zugeordnet, welche von verschiedenen Institutionen und Projektpartnern bearbeitet werden:

  • AP1 Synthese: WSL, PSI
  • AP2 Niederschlag/Abfluss-Szenarien: Universität Zürich, Universität Bern, ETH Zürich, EPFL, Grenoble Institute of Technology
  • AP3 Hydraulik & Morphologie, AP4 Wasserbauliche Einrichtungen: ARGE GEOTEST-HZP-IUB mit VAW-ETH und IM Maggia Engineering AG
 

Rolle der WSL

Die WSL ist zusammen mit dem Paul Scherrer Institut PSI (Dr. Vinh Dang) zuständig für das AP 1 „Koordination / Synthese“ und übernimmt dabei folgende Aufgaben:

  • Koordination der Arbeitspakete und –abläufe (Schnittstellen)
  • Ereignisbaumanalyse vom Gesamtsystem und an einzelnen Beurteilungsperimetern
  • Entwerfen von Grobszenarien von Extremereignissen (Workshops mit Experten)
  • Umgang mit Unsicherheiten und deren Fortpflanzung
  • Dokumentation / Synthese der Resultate (Berichte)

Zusätzlich übernimmt die WSL seit dem Frühling 2017 die Rolle des PMO.

Zeitplan

  • Projektbeginn Hauptstudie: Januar 2016
  • Phase A: Voranalyse (bis März 2017)
  • Phase B: Analyse und Synthese (April 2017 bis Ende 2019)