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GeneMig – Genetische Vielfalt und Arealverschiebung von Arten und Genen unter Klimawandel: Sichtweisen aus Öffentlichkeit, Naturschutzmanagement und Wissenschaft

 

Projektziel

GeneMig (GeneMigration) ist ein inter- und transdisziplinäres CCES-Projekt, das sich mit der Migration von Arten und ihren Genen in sich ändernden Klima- und Umweltbedingungen beschäftigt. Diese Fragestellung wird im sozialwissenschaftlichen Modul am Beispiel invasiver Neophyten untersucht.

Projektstruktur

GeneMig ist in fünf Module unterteilt. Die biologischen Module G1-4 kombinieren molekulargenetische mit landschaftsökologischen Methoden um Zusammenhänge zwischen genetischer Vielfalt, Genfluss und Migration von Arten unter sich ändernden Umweltbedingen (Klimawandel, Landnutzung) zu untersuchen.

Das sozialwissenschaftliche Modul S untersucht 1) das Bewusstsein der Bevölkerung für genetische Vielfalt und deren Gefährdung, 2)  Einstellungen der Bevölkerung und von Experten zum Thema Migration von Arten am Beispiel von invasiven Neophyten und 3) Einstellungen von VertreterInnen der Naturschutz-Praxis gegenüber Landschaftsgenetik.

Hauptforschungsfragen (Modul S)

Genetische Vielfalt:

  • Welches Bewusstsein hat die Bevölkerung von genetischer Vielfalt und deren Gefährdung?

Migration von Arten:

  • Wie bekannt sind ausgewählte invasive Neophyten? 
  • Wird die Bekämpfung dieser Arten befürwortet und wenn ja, aus ökologischen oder wirtschafltichen Motiven? 
  • Wie gross ist die Zahlungsbereitschaft für die Bekämpfung der Arten?
  • Wie unterscheiden sich Experten und die allgemeine Bevölkerung in diesen Fragen?

Stakeholder Befragung:

  • Welche Erwartungen und Einstellungen haben VertreterInnen der Naturschutz-Praxis gegenüber molekulargenetischen Methoden im Naturschutz?

Methoden (Modul S)

In einer induktiven Projektphase wurde mithilfe von Literaturanalysen und Experteninterviews bestehendes Wissen zum Forschungsthema aufgearbeitet. Darauf basierend wurde in der folgenden deduktiven Projektphase ein standardisierter Fragebogen für eine schweizweite, repräsentative Umfrage entwickelt. Um Einstellungen und Zahlungsbereitschaft betreffend Bekämpfungsmassnahmen von invasiven Neophyten zu untersuchen, wurde ein Discrete Choice Modell gewählt. Um unterschiedliche Einstellungen zwischen der Bevölkerung und Experten im Bereich Neophyten aufzudecken, wurde ergänzend zur Bevölkerungsumfrage eine Expertenbefragung durchgeführt. Eine dritte Projektphase untersucht Erwartungen und Einstellungen der Naturschutzpraxis bezüglich molekulargenetischer Methoden im Naturschutz und den Einfluss von zwei GeneMig Stakeholder Workshops auf diese Variablen.

Publikationen

  • Bolliger, J., Junge, X., Vaupel, A., Gugerli, F., 2013: Wissenschaft und Praxis im Dialog über Landschaftsgenetik. N+L inside 1/13: 16–19.