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Governance in der Regionalentwicklung

Merkmale und Funktionsweisen am Beispiel Regionaler Naturpärke und der Umsetzung der Neuen Regionalpolitik

 

In der Schweiz sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Ansätze der Regionalentwicklung entstanden, die typische Governance-Merkmale ausweisen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie bestehende politisch-administrative Grenzen überlagern, dass gemeinde- oder kantonsübergreifend zusammengearbeitet wird, dass verstärkt nicht-staatliche Akteure einbezogen werden und dass sie eher schwach institutionalisiert sind.

 

Ziele

Dieses Forschungsprojekt charakterisiert die Merkmale regionaler Governance-Regime in der Schweiz und untersucht deren Funktionsweise. Das Erarbeiten von Strategien und Empfehlungen, um die Funktionsweise und Leistungsfähigkeit regionaler Governance-Regime zu verbessern, ist ebenfalls Teil dieses Projektes.

Die Fallstudien werden aus zwei aktuellen Ansätzen der Schweizer Regionalentwicklung gewählt: aus den Regionalen Naturpärke und aus Regionen, in denen die Neue Regionalpolitik (NRP) umgesetzt wird.

Der Bund (SECO) unterstützt seit 2007 mit der NRP das Berggebiet, die Grenzregionen und andere Regionen im ländlichen Raum bei der Bewältigung des Strukturwandels. Dabei zielt das Förderprogramm auf die Entwicklung von innovativen Projekten und Initiativen ab, welche die Standortqualität verbessern und durch die Erhöhung der Wertschöpfung und der lokalen Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zur nachhaltigen Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in den Zielregionen beitragen.

Die Revision des Natur- und Heimatschutzgesetztes führte dazu, dass der Bund (BAFU) seit 2007 die Einrichtung Regionaler Naturpärke unterstützt, sofern gewisse Qualitätsanforderungen an Natur und Landschaft erfüllt sind. Mit den Pärken sollen Landschaftsqualitäten erhalten und gestärkt werden. Gleichzeitig sollen betriebliche Strukturen, welche auf einer schonenden Ressourcennutzung basieren, gefördert werden. Die Schönheit von Natur und Landschaft soll erhalten und eine nachhaltige Wirtschaft etabliert werden. 

 

Module

Das Forschungsprojekt ist in drei Module gegliedert. Die ersten beiden Module werden dabei konzeptionell und am Beispiel ausgewählter Fallstudien bearbeitet:

  • Modul 1: Identifizieren der Merkmale von regionalen Governance-Regimen
  • Modul 2: Funktionsweise von regionalen Governance-Regimen
  • Modul 3: Strategien und Empfehlungen zur Verbesserung regionaler Governance-Regime

Methodik

Methodisch basiert die Bearbeitung des Forschungsprojektes auf der Analyse wissenschaftlicher und grauer Literatur, einer Delphi-Studie sowie regionaler Fallstudien mit qualitativen ExpertInneninterviews. Die Delphi-Studie und ExpertInneninterviews in den Fallstudienregionen werden qualitativ ausgewertet.

 

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