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Governance in der Regionalentwicklung

 

 

Merkmale und Funktionsweisen regionaler Governance am Beispiel Regionaler Naturpärke und der Umsetzung der Neuen Regionalpolitik

Projektinformation

In der Schweiz sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Ansätze der Regionalentwicklung entstanden, die typische Governance-Merkmale ausweisen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie bestehende politisch-administrative Grenzen überlagern, dass gemeinde- oder kantonsübergreifend zusammengearbeitet wird, dass verstärkt nicht-staatliche Akteure einbezogen werden und dass sie eher schwach institutionalisiert sind.

Dieses Forschungsprojekt charakterisiert die Merkmale regionaler Governance-Formen in der Schweiz und untersucht, wie diese funktionieren. Unter "Governance-Formen" verstehen wir die verschiedenen Arten, wie regionale Entwicklungsprozesse durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft angestossen, koordiniert und umgesetzt werden. Durch das bessere Verständnis von regionalen Governance-Formen, sollen auch Empfehlungen erarbeitet werden, wie diese verbessert werden können. 

Das Forschungsprojekt ist in zwei Phasen gegliedert. In einer ersten Phase wurde eine Delphi-Studie mit über 50 ausgewählten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis durchgeführt. Ziel dieser Studie war es, das vielseitig verwendete Konzept 'regionale Governance' aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren, und dadurch Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den verschiedenen Verständnissen und Anwendungen zu identifizieren. Resultat der Delphi-Studie ist ein differenziertes Analyseraster, welches 5 Dimensionen und 21 Indikatoren umfasst, mit denen regionale Governance-Formen empirisch untersucht und verglichen werden können. 

In einer zweiten Phase wurden regionale Governance-Formen empirisch untersucht. Wir haben analysiert, durch wen und wie regionale Entwicklungsprozesse angestossen und umgesetzt werden und wie sich die Herangehensweisen vor Ort unterscheiden. Es ist klar, dass regionale Entwicklungsprozesse unterschiedlich organisiert sind. Gemeinsam ist aber allen, dass es einen zentralen organisatorischen Kern gibt, der als neuer Akteur in der Region Aufgaben der Regionalentwicklung koordiniert. Die verschiedenen Governance-Formen haben wir in sechs Fallstudien untersucht - in Pärken von nationaler Bedeutung und in Regionen, die die Neue Regionalpolitik umsetzen. 

 
 

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