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Zersiedelung messen und beschränken

 

Einführungstext

Das ausufernde, konturlose Siedlungswachstum hat nicht nur negative ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen, es steht auch im Widerspruch zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Obwohl bereits erste Massnahmen getroffen wurden, um die Zersiedelung in der Schweiz aufzuhalten, nimmt der Druck auf die verbliebene unbebaute Landschaft immer mehr zu. Deshalb besteht dringender Handlungsbedarf.

 

Das Projekt stellt Massnahmen und Zielvorgaben für die Schweiz, ihre Kantone und Gemeinden vor. Wie hat sich die Zersiedelung in jüngster Zeit entwickelt? Wie können Ziel-, Grenz- und Richtwerte für die Zersiedelung bestimmt werden? Welche raumplanerischen Massnahmen haben in bestimmten Gemeinden und Städten dazu geführt, dass sich die Zersiedelungswerte positiv entwickelten? Wie können kantonale Raumplanungsgesetze und die Richtplanung Gemeinden, Kantone und Bund bei der Erreichung von Ziel-, Grenz- und Richtwerten unterstützen? Diese und weitere Fragen beantwortet das Projekt.

Mithilfe der Messmethode der „gewichteten Zersiedelung“ kann die Zersiedelung zu jedem Zeitpunkt räumlich explizit aufgezeigt werden, so dass ihre zeitliche Entwicklung erkennbar wird. Raumplanungsmassnahmen können so erstmals auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Zersiedelung quantitativ überprüft werden. Die Berechnung der neusten Entwicklung der Zersiedelung zeigt räumliche Disparitäten der Zersiedelung auf. Basierend darauf macht das Projekt Vorschläge zu numerischen Ziel- und Grenzwerten für die Zersiedelung. Es wird zudem aufgezeigt, wie diese Vorschläge zur Begrenzung der Zersiedelung in der raumplanerischen Gesetzgebung umgesetzt werden könnten und wie ausgewählte Gemeinden in der Vergangenheit ihre Zersiedelung in Schach halten konnten.

Die Projektresultate werden im Spätsommer 2018 als Band der Bristol-Schriftenreihe erscheinen.