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Aufforstung

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Die Verjüngung des Gebirgswaldes wird hauptsächlich nach Waldbränden, Windwürfen und Schneeschäden auf Standorten eingeleitet, wo der Wald schnell wieder wichtige Schutzfunktionen erfüllen soll. Dafür brauchen wir geeignetes Pflanzenmaterial gepaart mit einem optimalen Pflanzverfahren. Bei einer Aufforstung erwartet uns eine Vielfalt von standörtlichen Unterschieden, welche berücksichtigt werden müssen. In Geländeabschnitten, wo eine Aufforstung nur zusammen mit technischen Massnahmen wie Lawinenverbau und Gleitschneeschutz Aussichten auf Erfolg hat, sind Containerpflanzen zu verwenden. Doch im selben Aufforstungsgebiet gibt es meist auch Standorte, an denen die Wiederbewaldung als problemlos beurteilt wird. Da ist es sinnvoll, günstigere Nachzucht- und Pflanzverfahren einzusetzen. Die jeweiligen Vor- und Nachteile von möglichen Verfahren werden hier beschrieben und deren Einfluss auf die Bäume vorgestellt.

 

Die Sanasilva-Inventur

Der Gesundheitszustand der Bäume im Schweizer Wald wird seit 1985 mit der Sanasilva-Inventur repräsentativ erfasst. Die wichtigsten Merkmale sind die Kronenverlichtung und die Sterberate. 

Das systematische Probeflächen-Netz der Inventur ist im Laufe der Zeit ausgedünnt worden. In der Periode von 1985 bis 1992 wurden rund 8000 Bäume auf 700 Flächen im 4x4 km-Netz aufgenommen, 1993, 1994 und 1997 rund 4000 Bäume im 8x8 km-Netz und in den Jahren 1995, 1996 und ab 1998 rund 1100 Bäume im 16x16 km-Netz.

Die Resultate der Sanasilva-Inventur wurden letztmals 2015 ausführlich dargestellt, im Waldbericht des Bundesamts für Umwelt BAFU, an dem die WSL massgeblich mitgearbeitet hat. Die Hauptresultate: Die Kronenverlichtung hat seit 1985 deutlich zugenommen; die Sterberate der Bäume ist hingegen unverändert tief geblieben.