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Wildbäche & Massenbewegungen

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Fokus Massenbewegungen

Die Forschungsgruppe «Wildbäche und Massenbewegungen» erforscht Gerinneprozesse und Wechselwirkungen zwischen steilen Gerinnen und den seitlichen Einhängen in Wildbacheinzugsgebieten. Das Hauptaugenmerk der ganzheitlichen Prozessbetrachtungen liegt bei Geschiebentstehung und Geschiebetransport, Schwemmholzentstehung und Schwemmholztransport sowie bei Oberflächenerosion und oberflächennahen Rutschungen. Die Prozessananlysen liefern die zur Gefahrenbeurteilung und Schutzmassnahmenplanung erforderlichen Grundlagen. Einen wichtigen Forschungsaspekt bilden zudem ingenieurbiologische und kombinierte technisch-biologische Schutzmassnahmen. In diesem Zusammenhang steht die Quantifizierung von Vegetationswirkungen auf gefährliche Prozesse im Vordergrund. Die Analysen basieren auf Datenerhebungen und Versuchen im Feld und im Labor sowie auf rechnerischen Modellen. Neben den Messstationen im Feld (z.B. Alptal) werden ausgewählte Versuchsflächen untersucht.

 

 

Ergebnisse der Forschungsgruppe bilden Grundlagen für verbesserte Ansätze zur Gefahrenbeurteilung und zur Planung von Schutzmassnahmen. Die Ansätze zur Modellierung und Quantifizierung von Vegetationswirkungen sollen insbesondere auch den Einsatz umweltverträglicher, langfristig stabiler Schutzmassnahmen fördern. Die Gruppe beteiligt sich an Projekten und Programmen der WSL sowie an nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Sie engagiert sich in der Lehre und pflegt enge Kontakte zur Naturgefahrenpraxis.

 

Fokus Massenbewegungen

Die Forschungsgruppe «Wildbäche und Massenbewegungen» untersucht ebenfalls Naturgefahren, die stark von der Gravitation beeinflusst werden und sowohl Gebirgsregionen in der Schweiz als auch in der ganzen Welt bedrohen. Die Aufgabe der Forschungsgruppe ist es, die Entstehungs-, Bewegungs- und Ablagerungsprozesse dieser geophysikalischen Phänomene zu untersuchen, um technisch und wirtschaftlich solide Abwehrstrategien zu entwickeln. Dabei kommen folgende Methoden und Ansätze zum Einsatz:

  • Betrieb von Versuchsanlagen und Beobachtungsstationen zu Murgängen im Massstab 1:1 (z.B. Illgraben)
  • Modellversuche im Labor
  • Untersuchung des Fliessverhaltens von Murgängen und verwandten geophysikalischen Strömen aus Erd- und Gesteinsmaterial
  • Numerische Auslauf-Modellierung
  • Identifizierung von Entstehungszonen der Prozesse und deren Häufigkeit

Forschungsschwerpunkte

  • Fluviale Prozesse in Wildbächen
  • Flachgründige Rutschprozesse & Hangmuren
  • Biologische und technische Schutzmassnahmen im Wildbach-, Hang- und Runsenverbau
  • Langfristige Geschiebebeobachtungen
  • Schwemmholz
  • Steinschlag
  • Murgang
  • Angewandte Murgangmodellierung
 

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