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Dendrowissenschaften

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Leitung: Dr. Georg von Arx

Das primäre Interesse der Forschungsgruppe Dendrowissenschaften ist es, ein Verständnis des Einflusses umweltbedingter Stressfaktoren auf die Holzanatomie und die physiologischen Prozesse des Baumes zu entwickeln. Dabei liegt der Fokus der Forschung auf der Untersuchung der anatomischen Struktur, der intra- und interannuellen kambialen Aktivitäten und damit der Jahrringbildung. Die Gruppe verfolgt das Studium der Schlüsselprozesse, die das Baumwachstum kontrollieren - viele von ihnen sind noch nicht quantifizierbar und sogar nicht verstanden. Die Gruppe hat zum Ziel, innovative Methoden unter natürlichen sowie kontrollierten experimentellen Bedingungen zu entwickeln. Diese sollen helfen die Reaktionen des Kambiums auf Stress in allen seinen phänologischen Funktionsmerkmalen (strukturell, physiologisch, biochemisch, molekular) zu erforschen. Es werden Experimente mit Stressfaktoren wie Dürre oder Emissionen durchgeführt, um den Einfluss von Umweltveränderungen auf das Baumwachstum, die Holzstruktur und die Physiologie zu verstehen.

Die Gruppe Dendrowissenschaften beschäftigt sich mit der klimatischen Variationen vergangener Jahrhunderte bis hin zu Jahrtausende. Dies geschieht durch die Anwendung klassischer dendrochronologischer Methoden (z.B. Messung der Jahrringbreite und der maximalen Spätholzdichte) und einiger neuer Verfahren. Die fachliche Kompetenz der Gruppe liegt in Fragen zum Zusammenhang von anthropogen verursachten Klimaänderungen der Neuzeit (bspw. Treibhauseffekt und Landnutzungsänderungen) und der natürlichen Variabilität des Klimas (bspw. Sonneneinstrahlung, vulkanische Aktivität und Wechselwirkungen von Atmosphäre und den Weltmeeren) vor einem gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Hintergrund. Es werden statistische und analytische Verfahren erkundet um vergangene Klimaschwankungen in ihrem Verhältnis zu einander zu verstehen und so die Validierung regionaler und globaler Klimamodelle zu unterstützen. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei den Alpen um eine ausgezeichnete Quelle temperatursensitiver Jahrringdaten handelt, konzentrieren sich die Tätigkeiten der Paläo-Klimatologie vornehmlich auf Mitteleuropa, was eine Erforschung von Temperatur- und Niederschlagsschwankungen des historischen Europas und der nördlichen Hemisphäre möglich macht.

 

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