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Blau-grüne Infrastruktur für blaugrüne Leben: Modellierung von Nutzung und Kolonisationskredit einer ökologischen Infrastruktur zur Unterstützung des evidenzbasierten Schutzes von Amphibien

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Dieses Projekt leistet einen Beitrag zur Blue Green Biodiversity Research Initiative - einer Eawag-WSL-Zusammenarbeit, die sich mit der Biodiversität an der Schnittstelle von aquatischen und terrestrischen Ökosystemen befasst.

 

Der Verlust und die Fragmentierung von Lebensräumen stellen weltweit eine der größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt dar. Der Fortbestand vieler Arten hängt von einer funktionierenden ökologischen Infrastruktur ab, d.h. von der Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume und Verbindungskorridore. Eine Gruppe, die besonders stark von einer funktionierenden ökologischen Infrastruktur abhängig ist, sind die Amphibien. Sie benötigen gut vernetzte, geeignete aquatische (blaue) und terrestrische (grüne) Lebensräume, um ihren komplexen Lebenszyklus zu erfüllen. Ein geeigneter aquatischer Lebensraum ist für die Fortpflanzung und die Entwicklung der Larven erforderlich, ein geeigneter terrestrischer Lebensraum für Jungtiere und Adulte, sowie Korridore für die saisonale Migration und die Ausbreitung zwischen Populationen. Angesichts des weitverbreiteten Verlusts von Amphibienlaichgebieten in der Schweiz im 20. Jahrhundert und der intensiven Nutzung der Schweizer Landschaften ist es nicht verwunderlich, dass 70% der Amphibienarten in der Schweiz auf der Roten Liste stehen. Bis heute ist noch unklar, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um eine funktionierende blau-grüne Infrastruktur für Amphibien zu schaffen.

In diesem Projekt analysieren wir, wie Merkmale der Standorte und der sie umgebenden Landschaft die von Amphibien genutzte blau-grüne Infrastruktur beeinflussen und wie gut neu gebaute Standorte dazu beitragen. Wir untersuchen einen einzigartigen Langzeit-Monitoring-Datensatz von Hunderten von bestehenden und neu angelegten Laichgebieten, um zu fragen (1) wie die Besiedlung neu angelegter Teiche durch Amphibienarten mit den Eigenschaften der Teiche (z.B. Fläche, Brutstatus) und der umgebenden Landschaft (z.B. Verbindung zu anderen Teichen, Landschaftsresistenz) zusammenhängt; sowie (2) wie lange die Zeitverzögerungen zur Besiedlung neu angelegter Teiche durch Amphibien sind und was ihre Länge bestimmt. Unsere Studie wird sowohl artenspezifische als auch Empfehlungen auf der Gemeinschaftsebene für das Funktionieren der ökologischen Infrastruktur zur Förderung der Amphibienvielfalt in der Schweiz geben.

 

Details zum Projekt

 

Projektteam

  

Mitarbeitende

Simon Egger (Kanton Aargau), Rolf Holderegger (WSL), Benedikt Schmidt (info fauna karch & UZH)

 

Projektdauer

2020 - 2021