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Wie extrem? Integrale Einordnung der Trockenheit 2018

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Hintergrund

Wie aussergewöhnlich oder extrem war die Sommertrockenheit 2018? Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten, da Trockenheit räumlich und zeitlich unterschiedlich ausgeprägt und durch verschiedene Messgrössen wie Niederschlag, Abfluss, Bodenfeuchte oder Grundwasserspiegel gekennzeichnet ist. Um die diesjährige Sommertrockenheit einordnen zu können, braucht es somit einen integralen Ansatz, welcher verschiedene Messgrössen und deren räumliche und zeitliche Ausprägungen miteinbezieht. Dabei muss berücksichtigt werden, dass einerseits einzelne Messgrössen voneinander abhängig sind und andererseits räumliche und zeitliche Abhängigkeiten einzelner Messgrössen bestehen. Wir möchten in diesem Projekt eine Methode entwickeln um Trockenheitsereignisse einer ganzheitlichen Betrachtung zu unterziehen, welche wir am Beispiel der Trockenheitsereignisse 2003, 2015 und 2018 anwenden.

 

Geplante Analysen

Um Trockenheitsereignisse ganzheitlich einordnen zu können, müssen wir einerseits verstehen, wie einzelne Messgrössen zusammenhängen und wie sich diese in Raum und Zeit verändern. Andererseits müssen wir diese Abhängigkeiten statistisch abbilden können, um etwas über die Wiederkehrperiode von solchen Ereignissen sagen zu können. Wir untersuchen deshalb in einem ersten Teil dieser Studie, welche Abhängigkeiten zwischen Messgrössen bestehen, wie sich die einzelnen Messgrössen über die Zeit verändern und wie diese Messgrössen im Raum variieren. Die Erkenntnisse daraus erlauben es uns, entscheidende Messgrössen und Abhängigkeiten zu identifizieren, welche in einem statistischen Modell berücksichtigt werden müssen. In einem zweiten Schritt benutzen wir multivariate extremwert-statistische Modelle, welche uns erlauben diese Abhängigkeiten zu berücksichtigen und eine Aussage zur Jährlichkeit bestimmter beobachteter Ereignisse zu machen.