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Mittelfristige Auswirkungen der Trockenheit 2018 auf Buchen-Einzelbäume

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Hintergrund

Die Sommertrockenheit von 2018 war die längste und schwerste Dürreperiode ohne Niederschläge seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1864. Während der heißesten Zeit (Juli/August) dieser Dürre wurden für verschiedene Laubbaumarten in den trockensten Regionen der Schweiz eine frühe Blattalterung und Laubfall berichtet. Im August und September 2018 wurden in den drei Kantonen BL, SH und ZH insgesamt 825 Buchenarten mit früher Blattalterung markiert und bewertet. Weitere 139 Bäume, die keine vorzeitige Blattsalterung aufweisen, wurden in der Nähe der Schadstellen ausgewählt und dienen als Kontrollbäume.

F1: Wie viele der Individuen mit frühem Blattfall werden 2019 und 2020 überleben?

F2: Welche Schäden werden die markierten Buchen in den ersten zwei Jahren aufweisen?

F3: Sind mögliche Schäden an Buchentieren auf Bodenbeschaffenheiten, Schädlinge oder Krankheitserreger zurückzuführen?

F4: Werden Individuen mit frühem Laubfall eine unterschiedliche Frühlingsphänologie zeigen und wird die veränderte Sommer-/Herbstphänologie die Vielfalt der baumbewohnenden Arthropodenarten beeinflussen?

 

Geplante Arbeiten

2018: Insgesamt 964 Buchen (dominante oder co-dominante Bäume am Waldrand und im Waldinneren) wurden markiert und hinsichtlich visueller Schäden bewertet.

2019, 2020: Alle Buchen werden von Ende April bis Ende Juni ein zweites Mal aufgesucht, um Phänologie (Knospenaustrieb, Blattaustrieb), visuelle Schäden (Schleim, Kronensterblichkeit, Gesamtsterblichkeit), Bodenbeschaffenheit (Tiefe, Bodentextur, pH-Wert), baumbewohnende Arthropoden, Schädlinge und Krankheitserreger zu beurteilen.

2019: Datenverarbeitung und Zusammenfassung der ersten Ergebnisse

2020: Datenverarbeitung und Abschlussanalyse der zweijährigen Beobachtungen.